Gesundheitskonferenz wendet sich in acht Sprachen an Betroffene von häuslicher Gewalt

Münster.- "Gewalt muss nicht ertragen werden!" stellt ein rotes Faltblatt im Scheckkartenformat fest, das an alle münsterschen Arztpraxen zur Auslage verschickt worden ist. Es nennt in acht Sprachen die wichtigsten Hilfsangebote bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder, mit Telefonnummer und E-Mail-Adresse und der ausdrücklichen Aufforderung: "Lassen Sie sich helfen!" Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 31.05.2006 mit.

Herausgegeben hat das Faltblatt die Gesundheitskonferenz Münster. Sie folgt damit den Empfehlungen ihres Arbeitskreises "Gesundheitliche Versorgung bei häuslicher Gewalt". "Vielen ausländischen Einwohnerinnen sind die Hilfsangebote nicht bekannt. Deshalb haben wir die Hinweise in Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch, Serbokroatisch, Spanisch und Türkisch übersetzen lassen", so Gesundheitsdezernentin Dr. Agnes Klein, die Vorsitzende der Gesundheitskonferenz.

Mit Unterstützung von drei Krankenkassen und dem Verein "Frauen fördern Gesundheit" konnte das Faltblatt in einer Auflage von 17 000 Exemplaren gedruckt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung hat es an die Arztpraxen versandt mit der Bitte, den kleinen Folder möglichst so auszulegen, dass von häuslicher Gewalt Betroffene ihn unauffällig einstecken können.

Mit dem Thema wird sich auch die Fachtagung "Diagnose häusliche Gewalt – Erkennen und Handeln" am 4. November im Stadtweinhaus beschäftigen; sie wurde von der Ärztekammer als Fortbildungsveranstaltung zertifiziert (7 Punkte, Kategorie C). Bei der Tagung soll auch das Netzwerk "Gegen häusliche Gewalt im Münsterland" erweitert werden. Weitere Informationen geben bei der Stadtverwaltung das Frauenbüro (Tel. 4 92-17 02) und das Gesundheitsamt (Tel. 4 92-53 06).

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