Garde der KG ZiBoMo: Erweitert und noch nicht wieder verjüngt

Die Garde der KG ZiBoMo mit einigen Ehrengardisten, Hippenmajor und Jugendhippenmajorin beim Kaminabend bei Peter Sechselmann. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Wolbeck (agh). Sie sind eines der Aushängeschilder der KG ZiBoMo, und inoffiziell passiert ebenfalls allerhand: Die Garde ist eine besondere Gemeinschaft, eine Gemeinschaft in der Gemeinschaft. Am Freitag traf sie sich beim Kaminabend, bei einem von sieben Ehrengardisten.
Drei Neue sind bei der Garde der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo seit 2014 dazugekommen, zur Zeit zählt sie 18 Häupter. Die Aufstockung sei auch nötig gewesen, erläutert Ralf Reisener, weil viele Termine wahrzunehmen sind, aber nicht jeder immer kann. Und diesmal kommt der Hippenmajor aus der Garde, Frank Krause.
So warb vor allem Thomas Steinbrede, seit 2015 Hauptmann der Garde, um Neue. Da muss einiges passen: Spaß am Karneval, Bereitschaft, bei vielen der Termine anzutreten, an denen die Garde ihre KG ZiBoMo an der Seite des Hippenmajors repräsentiert: In dieser Session sind es 30, rechnet Holger Narup flink nach. Mitunter machen sie spontan einen Extra-Termin, wenn etwa eine andere KG die Jugendbeauftragte der ZiBoMo ehrt: Während der Überraschungs-Visite muss dann der Stadtprinz warten.
Private Treffen kommen dazu, meist gesellige, unter Umständen wird kräftig gesungen  beim Einspielen eines Hippenmajor-Lieds, mitunter packt man schlicht zu, wenn einer meldet: Ich ziehe um! Wenn die Partnerinnen mitmachen, ist das ein Pfund, sind sich die Gardisten einig.

Holger  Narup und seine Frau Claudia Wencker wohnen in Münster – das sei kein Problem. Er hat in die Aufgaben der Garde hineingeschnuppert bevor er sich entschied. „Ganz was Individuelles“ sei das in Wolbeck, man habe das richtige Los gezogen, da sei sich das Paar einig. Ulrich Schröders Familie kennt ZiBoMo bestens, ihre Söhne Niklas und Luca waren schon Jugendhippenmajor bzw. dessen Adjutant. Martin Graß überzeugte die Garde ebenfalls.

Die Gardisten Holger Narup, Martin Graß und Ulrich Fischer. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Das Durchschnittsalter allerdings gibt z.B. Andreas Schwegmann zu denken. Wieder. Ende der 90er Jahre gelang es einmal, einen Schnitt zu machen. Ein ganzer Schwung Neuer konnte nach viel Arbeit angeworben werden, alte Haudegen stiegen aus. Aus der aktiven Garde zumindest, denn bald hatte Andreas Schwegmann die Idee einer „Ehrengarde“. Der erste Ehrengardist war der Gastgeber dieses Kaminabends, Peter Sechelmann. Um die 20 Jahre sei er alt gewesen, als er 1968 eintrat. Da muss ihm die heutige Garde schon eher alt vorkommen. Mit 60 machte Sechelmann Schluss. Nicht immer ging es ums Feiern und Repräsentieren. Schon vor seiner Gardisten-Zeit hatte Sechelmann von Tür zu Tür die Sessionshefte angeboten, die damals eine Mark gekostet hätten.
Schwegmann wünscht sich Neuzugänge im Alter von etwa 35 Jahren.

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