Fußball-Camp beim VfL Wolbeck "Erlebniswelt Fußball" trainiert mehr als Fußball

Fußball-Camp beim VfL Wolbeck "Erlebniswelt Fußball" trainiert mehr als Fußball
Passt der Pass ins Mini-Tor - Kicker des VfL Wolbeck bei der Pass-Challenge. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Münster-Wolbeck. „Gebt alles!“ feuert der Trainer die zehn Kinder bei der „Pass-Challenge“ an. Am Montag startete auf der Bezirkssportanlage Südost das dreitägige Fußball-Camp des gastgebenden VfL Wolbeck mit dem Verein Erlebniswelt Fußball e.V., finanziell unterstützt von der Sparkasse Münsterland Ost. Bei der „Challenge“, der „Herausforderung“ schießen sie erst aus kurzer Distanz auf das Mini-Tor, wenn es klappt, steigern sie die Distanz. Und alles zügig hintereinander. Der letzte Schütze aus der Gruppe trifft – „Jaaa!“ jubeln die anderen mit.

Diesmal leitet Patrick Rohrand das Camp. Er war Nachwuchs-Trainer im Leistungszentrum von Schalke 04, seit vier Jahren ist er bei der „Erlebniswelt Fußball“. Mit fünf Trainern kümmert er sich um die 52 Kinder im Alter von fünf bis vierzehn Jahren. Die meisten spielen beim VfL, einer nicht, er ist auch ohne Fußball-Ausstattung dabei. Kein Problem für Rohrand: „Wir nehmen alle gern.“

Dann naht die Pause, Rohrand stellt die Regeln klar: „Der leiseste Tisch bekommt zuerst etwas zu essen. Mit dem Nachnehmen wartet ihr bitte, bis alle etwas gehabt haben.“ Ein Knirps wirft ein: „Aber vorher noch Händewaschen.“ An den Tischen im Haus des Sports ist es kurz darauf tatsächlich leise, während die Trainer einen Blick auf die Spaghetti Bolognaise werfen.
Mit Spuren von Soße kommt die erste Essens-Gruppe aus dem Haus des Sport: „Ich finde eigentlich alles gut“, sagt die achtjährige Finja Natrup. „Das wollte ich sagen!“ wirft Maximilian Ernst Hunnius ein – am schwersten fand der Siebenjährige die Übung, bei man den Ball hochwerfen und in die Hände klatschen soll. Eine Übung aus dem Programm von LiefeKinetik, die sonst unübliche Aktionen miteinander verbindet, um das Gehirn zu trainieren, dass es weitere Aufgaben übernehmen kann. Finja nennt noch eine schwere Übung: Ball auf den Kopf, auf das Knie, den Boden, dann hoch schießen und auffangen.

Die Kinder und Trainer beim Fußball-Camp des VfL Wolbeck. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Die Kinder und Trainer beim Fußball-Camp des VfL Wolbeck. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Die beiden waren schon 2015 beim Camp dabei, und freuen sich besonders auf das Duell mit den Trainern. Eine Mini-Europameisterschaft spielen sie am letzten  Tag auch noch. Rohrand schaut auf den Platz: „Die Anlage ist natürlich super. Im Ruhrgebiet wäre das ein Knaller.“

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