Fruchtfolge im Gemüsegarten planen

Zuletzt aktualisiert 22. Februar 2016 (zuerst 1. März 2015).

Hobbygärtner sollten vor Beginn der Gartensaison überlegen, welche Nutzpflanzen auf welchem Beet angebaut werden sollen. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mitteilt, ist eine Fruchtfolge im Gemüsegarten notwendig, da der Anbau nur weniger Arten durch einseitigen Nährstoffentzug zu einer Verarmung des Bodens führt und einen guten Nährboden für Krankheiten und Schädlinge bietet. Außerdem hemmen die Reste alter Pflanzenwurzeln bei ihrer Zersetzung das Wachstum der nachfolgenden gleichen Pflanzenart. So stellt eine ausgewogene Fruchtfolge eine vorbeugende Maßnahme zur Gesunderhaltung der Pflanzen dar.


Im Garten braucht nicht wie in der Landwirtschaft ein fester drei- oder fünfjähriger Fruchtfolgewechsel eingehalten zu werden. Im Anbauplan sollte der Hobbygärtner aber die Pflanzenarten und -familien berücksichtigen. Nie sollen Pflanzen aus der gleichen Familie nacheinander angebaut werden.
Praktisch ist, wenn der Nutzgarten in Beete unterteilt wird. Der Hobbygärtner sollte unterscheiden zwischen Starkzehrern, dazu gehören Kohlarten, Kartoffeln, Gurken, Kürbisarten und Tomaten, Mittelstarkzehrern, das sind zum Beispiel Salate, Sellerie, Porree, Rote Bete, Spinat, Erdbeeren oder Einjahresblumen, und Schwachzehrern, also alle Hülsenfrüchte, Möhren, Zwiebeln sowie Kräuter.
Nun kann so gewechselt werden, dass auf einem Beet mit guter Bodenvorbereitung und einer Kompostdüngung mit etwa fünf Kilogramm je Quadratmeter begonnen wird, danach folgen Mittelstarkzehrer, die nur noch etwa zwei Kilogramm je Quadratmeter Kompost erhalten und anschließend werden Schwachzehrer ohne jegliche Düngung angebaut. Innerhalb dieser Gruppen können verschiedene Kulturen kombinieren werden, beispielsweise Kohl mit Tomaten, Salate und Porree oder Möhren mit Zwiebeln.

Bitte gib der Seite ein

Verwandte Inhalte:

  • Der Agrarsektor erlebt durch den weltweit steigenden Nahrungsmittelkonsum und Flächenknappheit eine Renaissance, so die Landwirtschaftskammer Münster in ihrem aktuellen Newsletter. Bei den Verbrauchern gibt es qualitätsorientierte und eher preisorientierte Kunden. Für den Kunden sind die Ausgangsprodukte der Landwirte im Sortiment eines Supermarktes kaum erkennbar und häufig tritt bei der Kaufentscheidung…
  • Seit Anfang März ist die Schweinepest in drei Betrieben im Kreis Recklinghausen in Nordrhein-Westfalen aufgetreten. Rund 2.700 Tiere wurden gekeult. Für den Verbraucher besteht jedoch kein Risiko, heißt es beim Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) des Landes Nordrhein-Westfalen. Klassische Schweinepest ist eine reine Tierseuche Denn die…
  • Wer in den Sommerferien noch kurz entschlossen aufs Land will, findet unter www.landservice.de in der Rubrik Last Minute freie Urlaubsquartiere auf Bauernhöfen in Nordrhein-Westfalen. Das teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (Münster) in einer Pressemeldung vom 27.07.2005 mit. Ruhe und Erholung und frische Landluft Neben Ruhe und Erholung in frischer Landluft und dem…
  • Die Kartoffelkäferlarven sind wieder aktiv, meldet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am 5.07.2006.  Die bekannten Käfer mit den zehn gelb-schwarzen Streifen sind im Frühjahr meist zur Stachelbeerblüte das erste Mal zu sehen. Auf die Blattunterseite legt das Käferweibchen etwa 20 bis 50 Eier. Bei günstigen Temperaturen von mehr als zwölf Grad dauert…
  • Der Ratgeber Förderung 2007 ist jetzt neu als Beilage zur Landwirtschaftlichen Zeitschrift Rheinland erschienen. In dem 64-seitigen Heft beantworten die Förderungsexperten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen alle Fragen, die sich für die Landwirte aus den komplizierten Förderungsbestimmungen der EU ergeben. Das teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am 21.03.2007 mit. Neu ist in diesem…
Follow by Email
RSS