Franziska Esser und Karin van Dyk beleuchten den Komponisten Frédéric Chopin

Münster-Wolbeck. Gebrechlich war der berühmte Komponist aus Polen, der im Alter von 39 Jahren starb, schwermütig – und zugleich stark. Das vermittelten den Gästen des Konzerts „Frédéric Chopin – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ im Drostenhof am Samstagabend die Pianistin Dr. Franziska Esser und als Sprecherin Karin van Dyjk.

Kraft und Schwermut

Sie stellte den nicht einfach zu konsumierenden Klängen des 1810 Geborenen Texte zur Seite, die sein Leben und sein Werk verständlicher machten.Mit einem glänzenden Walzer, verhalten, schwingend träumerisch, eröffnete Esser – und van Dijk erläuterte gleich, dass dieser nicht tanzbar sei. Chopin hat sein Gefühlsleben in Musik umgesetzt. Emotional, leidenschaftlich, virtuos, zum Teil auch politisch, „aber auf keinen Fall zum Tanzen geeignet“. Vieles von Chopins Notizen und Schriftverkehr sei verschollen, das Vorhandene überwiegend sachlich, häufig humorvoll, manchmal auch bewegt – „es brodelt an der Oberfläche“.  Der aus dem als Staat damals inexistenten Polen über Wien nach Paris emigrierte Chopin war dort „en vogue“. „Revolutionär und romantisch“ sei er gestimmt gewesen, und bracht sein Gefühl in der Musik zum Ausdruck. „Gefährlich“ sei der Inhalt für den Zaren, damals auch König von Polen, warnte Robert Schumann. Melancholisch stimmte das meiste in der Auswahl dieses Abends. Doch im Nocturne Es-Dur schnellt er energisch zum Forte empor. Nur kurz. Dann kann sich sein Genie in den frei definierten Mazuken austoben, bevor die massive Gewalt und Verzweiflung sich in der „Revolutions-Etüde“ Bahn bricht.
Mit viel Anerkennung und kräftigen Applaus nahm das Publikum im vollen Rittersaal die virtuose Darbietung von Esser auf.
Schön, dass sich die Investition in den Flügel gelohnt hat, für ein filigranes Werk wie das Chopins unabdingbar. Ärgerlich, dass immer wieder einige Gäste ihr Papier oder Mundwerk akustisch nicht unter Kontrolle hatten.
Franziska Esser, von Beruf Psychotherapeutin, nahm 2002 ein Klavierstudium in Münster auf. Für die Idee, seinen Klavier-Werken Texte zur Seite zu stellen, gewann sie van Dijk, eine Freundin aus Studienzeiten in Münster, die nach einem Studium von Germanistik und Kunstgeschichte heute bei einem Lokalfunk-Sender in Dortmund stellvertretende als Chef-Redakteurin arbeitet.


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