Förderkreis Drostenhof trägt zur Öffnung des Drostenhofes und zum Kulturangebot bei

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Münster-Wolbeck. Der stellvertretende Vorsitzende des Förderkreises und Eigentümer des Drostenhofes, Franz-Pius Graf von Merveldt, ist am frühen Mittwochnachmittag durch aktuelle Diskussionen um dessen zukünftige Nutzung verhindert, doch stellvertretend ist das neue Jahresprogramm, so Schriftführerin Inge Sappok, „in gräflichem Blau gehalten“.

 

Der Förderkreis Drostenhof dankt ihren 180 Mitgliedern aus ganz Münster und auch der Stadt Münster und ihrem Kulturamt: „Ohne deren Hilfe könnten wir das nicht machen.“

Erfreulich findet der Förderkreis-Vorsitzende, Dr. Reinhard Sappok, dass die Besucher der Veranstaltungen sich als „sehr offen für Neues“ erwiesen haben. Denn, so Reinhard Sappok, „wir wollen auch Außergewöhnliches bieten“.

Damit käme der Förderverein mit den gebotenen Künstlern gern auch in die münsterischen Kultur-Seiten der Zeitungen. „Manchmal können wir da sehr gut antreten“, sagt Sappok, auch im Blick auf das Programm im Rüschhaus sei man „mindestens genauso gut“.

Öffnung des Drostenhofes fördert Bekanntheit Wolbecks

Ein wichtiger Partner sei das Westpreußische Landesmuseum. Dessen Direktor Dr. Lothar Hyss habe die Idee einer Öffnung für das breite Publikum schon lange verfochten und auch die Idee zur Gründung des Förderkreises gehabt, erinnert Inge Sappok. Auch Graf von Merveldt hat es mitgetragen; viel einstige „Schwellenangst“ gegenüber dem Renaissance-Bau ist gewichen. Die Veranstaltungen des Förderkreises erreichen eine Auslastung von 70 bis 80 Prozent, sagt Schatzmeister Horst-Theodor Johann, obwohl die Vorträge nicht so stark besucht sind wie die anderen Angebote. Bei ihnen wird es regelmäßig knapp.

Tatsächlich spielen sich die Partner Museum und Förderkreis in die Hände, wie am Mittwoch eine Besucherin bezeugt. Die gebürtige Dänin, seit 30 Jahren in Münster zu Hause, ist wegen der Bernstein-Inklusen im Landesmuseum und wegen der Opale in einem Wolbecker Goldschmiede-Geschäft gekommen. Doch sie besucht gleich noch die Dauerausstellung über Westpreußen und nimmt sich auch das druckfrische Programm des Förderkreises mit. Wiederkehr nicht ausgeschlossen: „Wo ich jetzt weiß, wie einfach der Drostenhof auch mit dem Bus zu erreichen ist.“ Und die Inklusen würden ihren 8-jährigen Enkel reizen, ist sie sich sicher.

Die Bekanntheit des Drostenhofes und damit Wolbecks wolle auch das Wolbeck-Marketing im Rahmen des Bürgerforums fördern, das „direkt Leute hierher lockt“, so Sappok, und eine bessere Ausschilderung vorbereite. Die Lage des Drostenhofes sei günstig. Mit Angeboten wie dem diesjährigen Sommerfest soll sie, so Sappok, auch der Jugend zu gute kommen.

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