Finanzielle Grundlage für Kultursommer 2010 steht

Münster. Die Kulturstadt Münster wird im Jahr 2010 von sich reden machen. "Die Basisfinanzierung steht. Wir können uns mit einem Kultursommer 2010 selbstbewusst als Kulturstadt zeigen", sagte Oberbürgermeister  Berthold Tillmann. Den finanziellen Grundstein legen – wie schon bei der Bewerbung um den Titel Kulturhauptstadt Europas – die Westfälische Provinzial und die Sparkasse Münsterland Ost.

Provinzial und Sparkasse sagten OB Tillmann Basisfinanzierung von 300 000 Euro zu / Produktionen von internationalem Format

Deren Vorstandsvorsitzende  Heiko Winkler und Markus Schabel sagten zu, wie zur Kulturhauptstadt-Bewerbung im Jahr 2004 insgesamt erneut 300 000 Euro beizusteuern.
Mit dem "Kultursommer 2010" kann und will Münster dem Ruhrgebiet und Essen als Kulturhauptstadt 2010 keine Konkurrenz machen. "Als ehemalige Bewerberstadt werden wir aber – ohne jeden Groll und Neid – uns selbst und unseren Besuchern demonstrieren, was die Kulturstadt Münster zu leisten vermag", so der Oberbürgermeister. "Vor einigen Jahren wusste jeder in dieser Stadt: Münster kann's! Viele in dieser Stadt sind wie ich überzeugt: Münster kann's auch ohne den Titel!"
In Person der Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse und der Provinzial hat OB Tillmann zwei Unterstützer für das Projekt gefunden, bei denen erst gar keine Überzeugungsarbeit erforderlich war. Provinzial-Chef Heiko Winkler gehörte schon im Vorfeld der Kulturhauptstadt-Bewerbung zu denen, die den Oberbürgermeister baten, sich an die Spitze der Bewegung zu setzen. "Der Provinzial-Gruppe gebührt Dank, dass sie sich auch in diesen finanzwirtschaftlich schwierigen Zeiten so intensiv für Münster und die Region engagiert", sagte OB Tillmann.
Gleiches gelte für die Sparkasse Münsterland Ost, die größte Sparkasse in Westfalen-Lippe, mit ihrem Vorstandschef Markus Schabel. "Es zeigt sich einmal mehr, wie gut es für die Kultur und das Gemeinwohl ist, wenn ein Institut wie die Sparkasse nicht ausschließlich nur am maximalen Ertrag interessiert ist", betonte der Oberbürgermeister.
Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Schabel warb dafür, "weiter Farbe zu bekennen für kulturelle Vielfalt und Reichhaltigkeit". Es gehe darum, "Flagge zu zeigen für einen lebendigen Standort, der über Wettbewerbshorizonte hinweg die Botschaft vermittelt: Hier macht es Spaß zu leben und zu arbeiten". Die Sparkasse unterstütze das Projekt mit Überzeugung. Er ist sich sicher, dass Münster "im Kultursommer 2010 voller Überraschungen sein und zahlreiche Akzente setzen" wird.
"Ob Skulptur oder Malerei, Architektur, Schauspiel oder Musik: Münster sollte sich im Sommer 2010 mit mutigen Projekten als Hauptstadt der kulturellen Avantgarde Westfalens präsentieren", so  Heiko Winkler, Vorstandsvorsitzender der Westfälischen Provinzial.

Sechs Wochen Programm ab Mai 2010

Beide Sponsoren wollen übrigens keineswegs unter sich bleiben. Sie hoffen, dass die Sponsorengeld-Sammelaktion des Oberbürgermeisters weitere Unterstützer zutage fördert. Je mehr es werden, umso mehr kann realisiert werden. Eine erste Projektskizze sieht ein Programm mit einem zirka sechswöchigen Schwerpunkt ab Mai 2010 mit Produktionen von internationalem Format vor.
Zur Eröffnung und während der gesamten Kultursommer-Wochen soll ein Platz in der Innenstadt inszeniert werden. Weitere denkbare Projektbausteine sind unter anderem: ein internationales Tanzfestival, parallel veranstaltet in den Städtischen Bühnen und im Pumpenhaus; ein internationales Kindertheater-Festival; ein Ausstellungsprojekt von LWL-Landesmuseum und städtischer Ausstellungshalle Zeitgenössische Kunst zum Spannungsverhältnis von Kunst und Stadt sowie das Projekt "National Heroes" in Zusammenarbeit mit den ehemaligen Kulturhauptstadt-Bewerberstädten und Ruhr2010.
Die Projektleitung und Koordination des Kultursommers wird beim Kulturdezernat der Stadt liegen. Die Programmplanung erfolgt unter Mitwirkung eines Arbeitskreises, in dem Kultureinrichtungen, freie Szene sowie das städtische Münster-Marketing vertreten sind. Für einzelne Projektbausteine, die realisiert werden sollen, treffen die jeweiligen Partner aus den Kulturinstitutionen und der freien Szene verbindliche Vereinbarungen. Möglicherweise ergeben sich daraus Partnerschaften auch für die weitere Zukunft – schließlich ist die Wirkung des Kultursommers 2010 auf Nachhaltigkeit angelegt.

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