Feuerwerk mit Alt und Orgel

Münster-Angelmodde. Wer eine Überraschung erwartet hatte, bekam im Konzert in St. Bernhard am Sonntagabend auch eine. Allerdings nicht die ursprünglich angekündigte Kombination von Orgel und Schlagzeug – die fiel aus: Wie der Organist Jan Croonenbroeck den 45 Zuhörern erklärte, war dem Schlagzeuger ein wichtiger Teil der Ausrüstung gestohlen worden.

Dennoch kam Croonenbroeck nicht allein zum Jubiläums-Orgelkonzert an der Fleiter-Orgel und Pfarrer Klaus Wirths Absicht wurde erreicht: „Dass man auch vor Ort Schönes wahrnehmen kann“. Denn Croonenbroeck, in Münsters Südosten schon ein bekannter Interpret, hatte die junge Alt-Sängerin Anna Bineta Diouf mitgebracht und beide ein an Abwechslung reiches Programm. Beide studieren an der Hochschule für Musik Detmold.

Klar und stark erklingt aus Dioufs Kehle Giulio Caccinis Kehle das „Amro ch'attendi“ und Henry Purcells „Music For a While“ gelingt dank feinem Ausdruck und großem Dynamikumfang beschwörend eindringlich. Dieselbe Intensivität leiht Diouf auch Händels Arie „But Who May Abide The Day of His Coming“.

Aus Croonenbroecks virtuosen Fingern gab es in St. Bernhard Händels Ouvertüre D-Dur aus der Feuerwerksmusik und das von großer Spielfreude geprägte Präludium in G-Dur von Nicolaus Bruhns. Bei diesen und weiteren Werken etwa von Brahms, Dvorak und Mendelssohn-Bartholdy konnte das Publikum beiden auf die Finger schauen, denn zum Jubiläums-Konzert waren eigens Stühle nahe der Orgel aufgestellt worden.
Auf die ursprüngliche Überraschung darf sich Münster weiterhin freuen: Das Konzert für Orgel und Schlagzeug mit Ralf Bachmann soll noch in diesem Jahr nachgeholt werden, versicherte Markus Reidegeld, Chorleiter in St. Bernhard, gegenüber den WN.

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