Feuerwehr Münster sieht Erreichbarkeit eng geparkter Wohnstraßen in Gefahr

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Münster. Wenn es in der Stadt brennt, muss die Feuerwehr den Einsatzort schnell und sicher erreichen. In manchen Bereichen, vor allem in der Innenstadt, ist das oftmals schwierig, weiß die münstersche Feuerwehr aus leidvoller Erfahrung. Gerade wenn in Kurven geparkt wird, kommen die Einsatzwagen in engen Wohnstraßen kaum um die Ecken. "Bislang haben wir es trotzdem immer irgendwie geschafft, rechtzeitig vor Ort zu sein", sagt Feuerwehrchef Benno Fritzen.

"Sollten wir aber tatsächlich mal im Kreuzviertel oder sonst wo stecken bleiben, kann es schnell kritisch werden."

Probleme besonders für das Drehleiterfahrzeug

Vor allem für das Drehleiterfahrzeug als größtes Fahrzeug im Löschzug sind enge Straßen schwierig. Unglücklich, denn nur mit der Drehleiter kann man Menschen sicher retten, die in mehr als acht Meter Höhe gefangen sind, und diese Höhe hat die überwiegende Zahl aller Wohnhäuser in der Innenstadt.

Feuerwehr und  städtisches Ordnungsamt gemeinsam

An der Lösung des Problems arbeiten die Feuerwehr und das städtische Ordnungsamt gemeinsam. Ihren Fokus legen die Ämter primär auf die temporären Halteverbote, die geschaffen wurden, um den Müllfahrzeugen ein Durchkommen zu ermöglichen. Denn sie wären auch die kritischen Bereiche, wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz gerufen würde. "Die Feuerwehr hat ein Problem aufgezeigt, das wir sehr ernst nehmen müssen. Wir gehen diese Aufgabe systematisch an und stecken derzeit mitten in der Prüfung", erläutert Ordnungs- und Feuerwehrdezernent Wolf Heinrichs. "Noch ist nicht einmal klar, an welcher Stelle welche Parkflächen betroffen sein könnten. Klar ist derzeit nur eines: Der Schutz von Leib und Leben muss gewährleistet sein. Das wird jeder verstehen."