Face to Face – Künstlerselbstporträts

Münster.-  Face to Face – von Angesicht zu Angesicht. Die aktuelle Ausstellung der städtischen Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster präsentiert vom 11. Februar bis zum 9. April Künstlerselbstporträts. Die Eröffnung im Speicher II am Hafen findet am 10. Februar, 19.30 Uhr, in Anwesenheit der Künstler statt.

Zusätzlich zeigt Günter Wintgens von Donnerstag, 9. Februar, bis Sonntag, 12. Februar, jeweils ab 18 Uhr die Großprojektion eines Selbstporträts an der Westwand des Gebäudes Speicher II am Hafenweg.

Philip Akkerman (NL), Marijn Akkermans (NL), Anton Henning (D), Karen Kilimnik (USA), Elke Krystufek (A), Jonathan Meese (D), Esther Rutenfranz (D), Christoph Schellberg (D), Anja Schrey (D), So-Yeun Lee (Korea/ D), Heike Weber (D) und Christoph Worringer (D) beteiligen sich an der Ausstellung im Gebäude.

Face to Face: von Angesicht zu Angesicht. Dürfen wirklich nur Kinder, Verliebte und Duellanten so starren, sich gleichzeitig enthüllen und verbergen? Der direkte Blick des Malers aus dem Bild in die Welt des Betrachters hat Tradition: Rembrandt, Van Gogh, Max Beckmann, Picasso – seit es Porträtkunst gibt, haben Künstler ihr Selbstporträt in Verbindung mit ihren künstlerischen Attitüden gebracht und Marketing in eigener Sache gemacht. Als sichtbares Markenzeichen war das Selbstporträt aber immer nur so stark wie seine kritische Selbstbefragung: Wer bin ich? Was ist gut, was ist schlecht? Was ist öffentlich, was privat? Was ist Spiel, was ist Ernst? Was ist Schein, was Wirklichkeit?

Im Spiegel von Selbstzerstörung und Selbstkonstruktion gewähren die gezeigten Porträts scheinbar intime Einblicke in das Künstlerleben. Doch verlangt die in Aussicht gestellte Intimität nicht nach einer kritischen Revision des Verhältnisses von Privatem und Öffentlichem? Wie authentisch ist das Rollenspiel der Künstler? Und: Welche Rolle spielt der Betrachter in dieser Rezeptionskette?

Die Ausstellung "Face to Face. Künstlerselbstporträts" sucht den Blickkontakt mit dem Besucher. Die Blicke des Künstlers aus dem Bild und die Suche des Betrachters nach Eindeutigkeit sind der Ausgangspunkt eines vieldeutigen Dialogs. Mit der Konzentration auf Malerei und Zeichnung wird der Fokus auf das Porträt als Spiegelbild gelenkt. Die Künstler suchen Mitstreiter in der Erkenntnisschleife von Selbstreflexion, ambivalenter Identität und komplexer Alltagswirklichkeit. Die Frage nach der Identität bleibt eine offene Versuchsanordnung.

Die Ausstellungshalle zeitgenössische Kunst Münster zeigt "Face to Face. Künstlerselbstporträts" dienstags bis freitags 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 12 bis 18 Uhr.

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