Erster Projektchor in St. Bernhard bereitet Taizé-Gottesdienst vor

Münster-Angelmodde. Schnell ist das tonangebende Klavier herumgedreht; die Sängerinnen werfen einen ersten Blick auf die Notenblätter. „Nada te turbe“ steht da, was auf Teresa von Avilas „Nichts beunruhige dich“ zurückgeht, und „Dona nobis pacem“. Am Dienstagabend startete Chorleiter Markus Reidegeld den Projektchor für einen Taizé-Gottesdienst in St. Bernhard.

Die Taizé-Lieder sind vielsprachig. Neben Spanisch und Latein sind auch Deutsch und Englisch vertreten. Häufig sind die Lieder mit Oberstimmen in der jeweiligen Landessprache versehen, erklärt Reidegeld. Die Lieder seien nicht so schwer, so dass man gut hereinkommen könne.

Taizé ist international und ökumenisch. Eine Sängerin aus St. Bernhard berichtet, dass sie sonst in der Friedenskirchen- Gemeinde am Taizé-Singen teilnimmt. Für St. Bernhard ist sowohl ein Projektchor neu als auch ein Taizé-Gottesdienst, erzählt Reidegeld. Seit drei Jahren ist er Chorleiter.

Bei der Probe gibt es erst einmal Übungen für die Stimme. Technik sei wichtig für gute Ergebnisse, sagt der Chorleiter und zeigt, wie man mehr Farbe in die Stimme bringen kann.

Stimme um Stimme, von Sopran über Alt zum nur vertretungshalber vom Journalisten besetzten Bass baut sich eine besondere Stimmung auf. Reidegeld setzt dann den Zauber der Oberstimme obenauf.

Nicht ganz die Hälfte der neun Damen der ersten Probe singt auch im Kirchenchor, stellt Reidegeld fest und freut sich, auch neue zu sehen. Sopran und Alt sind schon mit einigen guten Stimmen besetzt, kann er kurz darauf feststellen. Er hofft, dass am nächsten Mittwoch weitere Sänger hinzukommen.

„Taizé“, das verspricht eine besondere Stimmung. Mit einigen Liedern werde man es im Taizé-Gottesdienst nicht bewenden lassen, verspricht Reidegeld: „Wenn wir das machen, dann auch richtig.“ Termin ist Samstag der 1. September, ein Vorabend-Gottesdienst.

Wer den Zauber des Erarbeitens dieser Lieder miterleben und mitgestalten will, kann auch jetzt noch zum Chor  stoßen. Er trifft sich jeden Mittwoch um 20 Uhr im Pfarrzentrum von St. Bernhard in der Höftestraße.

Projektchöre werde es demnächst öfter geben. Einer solle im Oktober starten, das Thema stehe noch nicht ganz fest, so Reidegeld. Die Projekte sollen jeweils acht bis neun Wochen laufen.

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