Erster geführter „Wolbecker Spaziergang“ gut besucht

Münster-Wolbeck.  „Später, Heinz, später“ – die Führer des Heimatvereins bremsen beim ersten geführten „Wolbecker Spaziergang“ am  31.03.2007 einige ihrer kenntnisreichen Wolbecker. Über 40 Gäste lassen sich am Samstagnachmittag einige der Stationen von Bernhard Roer und Alfons Gernholt erklären.

Einige, denn alle zwölf Stationen sind nicht zu schaffen. Trotz des Verzichts auf allzu viele Jahresdaten: Die beiden Führer legen Wert auf Lebendiges und das Werden und Wirken des Wigbolds, der spät ein Stadtteil von Münster wurde. Der „Coacksplacken“, heute Marktplatz genannt, obwohl der historisch ganz woanders war, „Wiedertäufer“, Amt Wolbeck, das im Grunde neue Phänomen des Ziegenbocksmontags, mit dem „wir über alle Grenzen bekannt“ seien, wie Roer sagt – die zwei vom Heimatverein malen viele Facetten des Wigbold aus.

Ungeduldig blicken viele auf die Tüte, in der Gernholt zunächst die Faltblätter zum Spaziergang zurückhält. „Was Castel Gandolfo für Rom, ist Wolbeck für Münster“, pointiert Roer mit Blick auf die Aufenthalte der Fürstbischöfe.Auch die Villa und Gärtnerlehranstalt und Dönekes vom „Pillendoktor“ kommen zwischen Angel und Achatius-Haus lebendig zur Geltung. Immerhin seien Blücher und Adenauer in Wolbeck abgestiegen, tauschen sich Heinz Sasse und Rolf Linnemann aus. Die aufmerksamen Mienen zeugen vom Interesse der Spaziergänger. Sie habe nichts Neues gehört, sagt Gerda Schmitz nachher. Aber die geborene Albersloherin wohnt auch schon über 50 Jahre in Wolbeck. Und beim Ausklang beim Krugwirt nimmt sie mit ihrer Freundin Ellen Wegmann noch einige der weniger offiziellen Dönekes mit, die etwa mit einem Ziegenbocks-Ausflug nach Münster verbunden sind.

So hatte er sich das gewünscht, sagte Roer nach der Premiere des Spaziergangs. Die Größe der Gruppe sei gerade richtig gewesen und der Wechsel mit einem zweiten Führer auch. Die Gäste kamen meist aus Wolbeck. Einige Münsteraner waren dabei, unter ihnen ein erfahrener Stadtführer, der sich in Wolbeck weiterbilden wollte, auch ein Gremmendorfer, der beinahe dort gewohnt hätte, wo Tripps Hügel ist. An eine solche Führung durch das Dorf können sich auch die Wegmann und Schmitz nicht erinnern.

{mostip}Zum Thema Die Stationen des „Wolbecker Spaziergangs“ umfassen: das Ziegenbocksdenkmal, den jüdischen Friedhof, die ehemalige Gartenbauschule, die Pfarrkirche St. Nikolaus, das ZiBoMo-Museum, den Burghügel, das fürstbischöfliche Jagdhaus, einen barocken Grenzstein des fürstbischöflichen Jagdgebietes, den ehemaligen Standort der Synagoge, das Ackerbürgerhaus Hofstr. 28, den Drostenhof mit dem Westpreußischen Landesmuseum und das Amtshaus des früheren Amts Wolbeck. Das Faltblatt liegt unter anderem Westpreußischen Landesmuseum und in der Bezirksverwaltung aus. Es ging aus dem Wolbecker Stadtteilmarketing in einer Gemeinschaftsarbeit vieler Vereine hervor.
Andere Führungen und Besichtigungen gibt es in Wolbeck im Landesmuseum und im ZiBoMo-Museum.
Terminvereinbarungen für Führungen durch Wigbold und Tiergarten: Tel. 02506 2544 (Bernhard Roer) oder 7273 (Alfons Gernholt).{/mostip}

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