Erpho eröffnet Ausstellung „Caritas, Eros und die Liebe“

Münster. Mit einer vollen Kirche eröffnete am Sonntagnachmittag die Ausstellung „Zwischen Caritas und Eros – die Liebe“ in der Erphokirche Münster. Am Anfang der Ausstellung hatte die Inspiration gestanden, die „Das Hohe Lied der Liebe“ des Apostels Paulus bietet (WN vom 24.2.). Was Liebe aushält und bewirkt, erleidet und erkennt stellten die Organisatoren aus St. Erpho und der KAB mit dem Vorlesen dieses Textes an den Beginn der Veranstaltung. „Wenn ich mit Menschen- und Engelszungen redete und hätte aber die Liebe nicht … so wäre ich nichts.“

Ein Chor sang Neue Geistliche Lieder und  nach einer Ansprache des Vorsitzenden der Kunstkommission des Bistums Münster, Thomas Frings, zog Pfarrer Hubertus Krampe mit zwei Messdienerinnen und Weihrauch durch die Kirche, um die Exponate zu segnen. Die stammen von vielen Künstlern, aus der Gemeinde und von weit her; gern folgten sie dem Aufruf von Krampe, sich einmal gemeinsam vor dem Altar zu zeigen. Auch frühere Ausstellungen in St. Erpho hatten viele Menschen angezogen, bei gezählten 340 war auch Mitorganisator Ludger Harhues überrascht. Andrea Lutterbüse war erfreut, dass so viele nach der geistlichen Eröffnung zum Betrachten blieben und die Entdeckungen in allen Ecken und Winkeln suchten.
„Ich könnte es diplomatisch umschreiben, aber ich bin als Priester hier und als interessierter Mensch und als solcher muss ich Ihnen sagen: Ich bin ein Gegner von Kunstausstellungen in Kirchen.“  Ich will dieser Ausstelung eine Aufgabe an die Hand geben
begründet
Jede Kirche sei ein architektonisches Kunstwerk, von den Fenstern bis zu den Figuren, „das größte Kunstwerk ist jedoch das, was wir in der Kirche feiern, das Kunstwerk der Liturgie, dessen Akteure wir alle sind. Das Zusammenspiel all dieser Teil lässt eine Ausstellung so wenig zu wie dies in einem Theatersaal jemals von einem Theaterdirektor gestattet würde.
Ich spreche mich ausdrücklich für Kunst in der Kirche aus.“  Auch für gezielte  Kunstaktionen im Kirchenraum sei er, „die mit dem Kirchenraum in Dialog treten, mit ihm spielen.“
Der Titel  der Ausstellung zeige „auf das Innerste des  christlichen Glaubens, denn der Inbegriff des christlichen Glaubens ist der der Liebe.“
Den Erfolg solle man jedoch nicht an der Zahl der Besucher messen, sondern daran, was sie am Leben in der Gemeinde verändere, das Miteinander der Menschen. „Liebe findet nicht auf der Leinwand statt.“ „Wie sieht denn unsere Caritas aus?“, müsse man sich fragen.
Die Ausstellung ist täglich von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Im Rahmenprogramm zur Ausstellung gibt es eine erste Führung durch die Ausstellung am 2. März um 16 Uhr, weitere am 8.3., 14.3., 20.3. 26.3, 1.4., 13.4. und 14.4. um die gleiche Zeit. Am 14.3. beginnt um 15 Uhr ein Senioren-Nachmittag zur Ausstellung. Am 22.3. liest um 19 Uhr Julia Schacht aus „Amor und Psyche“ (Eintritt 6/8 Euro). Der Vorverkauf für ein Konzert des Kammerchors am 24.3. um 20 Uhr läuft über das Musikhaus Viegener. Einen Gesprächsabend zum Liebesgebot der Kirche bietet Pfarrer Hubertus Krampe mit dem Bildungswerk der KAB am 26.3. um 20 Uhr. Am 13.4. lädt St. Erpho zum Filmabend in der Kirche: „Belle Epoque“ (Vorverkauf: Cinema).

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