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Hippenball: Entfesselt bei Gesang, Tanz und Tollitäten

Hippenball 2024 der KG ZiBoMo / Bilderstrecke mit vielen Fotos

Münster-Wolbeck. „Für ihn gibt’s nur die fünfte Jahreszeit“, das attestierte man zu Beginn des Hippenballs Hippenmajor Ralf Reisener, und erneut erschien er mit Jugendhippenmajorin Ania I. als entspanntes, sangesfreudiges Duo, begleitet von zusammen vier Adjutanten. Die hatten die Bühne des Öfteren zu erklimmen und mitzutun bei den Gast-Auftritten und -Gesängen, nicht zuletzt bei Stadtprinz Jens und seinem stattlichen Gefolge. Die verteilten auch einige Orden als Dank für außer-karnevalistische Verdienste, nämlich um den Münster-Marathon. Der Prinz bat noch die Lady Carneval der AKG mit auf die Bühne – „das macht den münsteraner Karneval aus, dass alle Tollitäten zusammenhalten“, kommentierte Moderator Klaus Gerdes an der Seite von Torsten Laumann. Der zeigte den Münsteranern dennoch, wer hier einen Laubbläser hat.
Weil Karnevalisten musikalisch zusammenhalten, schlägt auch die kölsche Cover-Band voll ein, die KCB aus Everswinkel, mit dem ZiBoMo-Sekundär-Heimatlied „Viva, Colonia“ der Höhner, und der Saal tanzt, auch eine Polonaise. Mit der KCB hätten die Gäste es wohl noch länger ausgehalten, aber es stand noch viel mehr Musik im Programm.
„Mit Vollgas durch die Narrenzeit“ singen sich Kimberly II. und Jeremy I. als Jugendprinzenpaar voran. Mit einer Büttenrede das Publikum mitzureißen sei nicht so einfach, meint Gerdes nach Handwerker Peters‘ Auftritt, ihm sei es jedoch gelungen – die Menge hatte es zwischendurch signalisiert, jetzt bestätigt sie gern ihre Wertschätzung. Handwerkliche Ausbildung gegenüber Studier-Fixierung zu loben, das kommt gut an.
Die Tanzgruppe Blau-Gelb changiert Farben wie ein Chamäleon, nur bedeutend schneller, bei ihrem Schautanz “Die vier Elemente – eine Faszination“ – das Publikum feiert sie. Bei den für „Einer für alle, alle für einen“ gefeierten 19 Teens nimmt man das Zelt sich Zeit, Glückwünsche auf den Geburtstag von Sophia anzustimmen.

Während die Tanzsportgruppen des Öfteren auf die Bühnen gebeten werden, ist das Aufführen des imposanten Marschblock mit Tänzerinnen aller Größen und Gruppen eine Seltenheit, auf die man in Wolbeck auch an diesem Freitagabend sichtlich stolz ist. „Ihr seid das Aushängeschild des münsteraner Karnevals“, so die Moderation.
Die Prinzengarde Rietberg erstaunte mit ihrer temporeichen Inszenierung von „Jukebox Heroes“, getanzt auf zwei Ebenen – und in der Luft.

Ein Solo-Gesang erinnerte stellvertretend an die sportlich-rhythmische Überraschungs-Premiere zum Auftakt der Zickensitzung 2024 mit dutzenden Trampolinen: Susanne Bergers sang Wolle Petry. Sie sang auch an Nikolas‘ Seite, und der auch solo, die Songs feierten „Leben und leben lassen“, „was passt dazu besser als Regenbogen-Farben“, zum andern das jecke Wochenende, gern für „Sieben Tage, sieben Nächte“ oder gleich „in Ewigkeit“. Im Saal hatte niemand etwas dagegen.

War die Lady Carneval Ines trotz hoffentlich nicht in Ewigkeit entschwundener Stimme nur zu gern zum (erneuten) Gang auf die Bühne und zum kräftigen Singen bereit, so konnte der berufsmäßige Sänger Daniel Lopez erst recht Gas geben – und ihn erneut zu buchen erwies sich als guter Griff. Nicht nur sein „Hipp, hipp“ kam gut an, es knubbelte sich vor der Bühne.

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