Energiekosten: Vermieter ignorieren Energieausweis

Die Kritik am Energieausweis mehrt sich. Der Ausweis drohe zu einem „zahnlosen Papiertiger“ zu verkommen, meint die Verbraucherzentrale NRW. Viele Verkäufer oder Vermieter ignorieren die Regelungen rund um das Dokument.

Nachbesserungen beim Energieausweis für alle Wohnbauten gefordert

Der Deutsche Mieterbund und die Verbraucherzentrale NRW fordern Nachbesserungen beim Energieausweis für alle Wohnbauten. Bislang biete das Dokument wegen zahlreicher unklarer Regeln keine Orientierung für Mieter und Wohnungskäufer über die tatsächlichen Energiekosten, kritisierte der Landesvorsitzende des Mieterbundes, Bernhard von Grünberg, am Freitag in Düsseldorf. Seit dem 1. Januar muss der Energieausweis eigentlich bei Vermietung und Verkauf von Immobilien vorgelegt werden, die nach 1965 errichtet wurden. Für Altbauten gilt der Ausweis schon seit Juli 2008.

Bestimmungen zum Energieausweis nachbessern

Der Bund müsse die Bestimmungen zum Energieausweis nachbessern und präzisieren, sagte der Chef der NRW-Verbraucherzentrale, Klaus Müller. „Der Energieausweis droht ein zahnloser Papiertiger zu werden“, fügte er hinzu. Zahlreiche Verkäufer oder Vermieter legten den Ausweis bislang überhaupt nicht vor. Dies solle von den Kommunen stärker kontrolliert werden. Zudem müsse der Ausweis einheitlich den tatsächlichen Energiebedarf enthalten. Dazu müssten Energie-Experten die jeweilige Immobilie vor dem Verkauf überprüfen. Dies sei bisher nicht verbindlich vorgeschrieben.

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