Eine „Modenschau in’n Ossenstall“? Niederdeutsche Bühne bietet spannende Komödie auf Plattdeutsch

Modenschau in'n Ossenstall - Niederdeutsche Bühne KG Pängelanton. Foto: anh.

Münster. Eine „Modenschau in’n Ossenstall“? Der Titel der Komödie von Jonas Jetten wird bei der Niederdeutschen Bühne der K.G. Pängelanton zu ernsthaft verfolgten Geschäftsidee. Am Samstag war Premiere.
Verwechselungen sind ein gängiges Stilmittel solcher Aufführungen. Aber „Modenschau in’n Ossenstall“ treibt es wirklich bunt, um nicht zu sagen: „rosa“. Denn hier wird Mensch und Tier aufs schönste verwechselt, dank rosa Socken – das überfordert die ansonsten allwissende und immerdar Geheimnisse plappernde Dorftratsche Klementine Driest (Gaby Schniggendiller). Nebenbei offenbart sie, dass sie wohl „hinter dem Mond lebt“.
Aber wie könnte sich das große Problem von Landwirt Paul Hartmann (Günther Richter) lösen, dessen Bauernhof vor dem Bankrott steht? Der Zuchtbulle „Bruno“ ist Teil des Problems, denn er, die große Investition, ist „schwul“.
Des Landwirts Freund Franz Stolz (Jörg Teupe) hat zumindest die Absicht, hilfreich zu sein – und baldowert dank Anregung aus der Lokalpresse die Idee aus von der „Modenschau in’n Ossenstall“. Die Geschäftsidee stößt freilich bald auf Probleme – die nötigen „moppeligen Models“ werden knapp. Ob hier doch die Damen ins Spiel kommen? Etwa Tilly Hartmann (Helga Schoppmeier) oder die Nachbarin Sophia Meier (Ingrid Puckelwaldt)? Aber die Nachbarin und die Dorftratsche haben vorerst vor allem das Ziel, als Halbschwestern des Landwirtes anerkannt zu werden. Und dann ist da noch der undurchsichtige Dr. Braun (Peter Kühnel) – der irgendwas vom Landwirt will, aber nicht so recht durchdringt. So hat sich zu Beginn des dritten Aktes viel Spannung aufgebaut – und man darf in der Pause über die Lösung rätseln.
Für diese Komödie hat das Ensemble zwei langgediente Schauspieler reaktiviert, so Schniggendiller, nämlich Kühnel und Puckelwaldt. Die zeigen an der Seite ihrer Mitspieler, dass sie anscheinend nichts verlernt haben.
Weiter Aufführungen gibt es am 10.11. um 19 Uhr, am 18.11. um 15 Uhr, am 24. um 15 und 19 Uhr, und am 25.11. um 15 Uhr, am 1.12. und 2.12. um 15 Uhr.

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