Ein „schwarzes“ Künstlerleben: Billie Holiday

Martin Scholz und Christiane Hagedorn ließen die Kunst von Biliie Holiday lebendig werden im Konzert von KulturVorOrt in der Christuskirche in Münster-Wolbeck. Foto: A. Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 23. Oktober 2020..

Münster-Wolbeck (Andreas Hasenkamp). Eine glänzende Sängerin war Billie Holiday – welche anderen Facetten sie und ihr kurzes Leben markierten, das brachten am Freitag zwei Künstler auf eine Wolbecker Bühne.

Christiane Hagedorn spielt Billie Holiday

Christiane Hagedorn spielte im Saal der Christuskirche die 1959 im Alter von 44 Jahren verstorbene Jazz-Sängerin und -Autorin. Sie kam aus kleinen Verhältnissen, wurde als 12-Jährige missbraucht, geriet in die Prostitution, an Drogen und ins Gefängnis, lernte die Musik von Louis Armstrong und Bessie Smith kennen – und entdeckte sich selbst als Sängerin. Eine hochrangige Improvisatorin war das Ausnahme-Talent obendrein. Insbesondere in den Südstaaten der USA war der Star auf Tournee dagegen nur eins: schwarz. „Aber die Band war fantastisch.“

Hagedorn und Martin Scholz spielen und musizieren

Hagedorn und Martin Scholz bringen dieses außerordentliche Leben auf die Bühne: einfühlsam, ausdrucksstark, ungeschönt, nicht nur erzählt, sondern gespielt, eingeflochten in die Lieder. Kongenial begleitete sie Martin Scholz am Klavier, er stand mit Tasten und Stimme auch für ihre Wegbegleiter. Zum Kornett griff er auch. So war schon „Blue Moon“ ein Erlebnis; Hagedorn kann virtuos singen, unterkühlt bis leidenschaftlich, geschmeidig; das Schauspielern hat sie gelernt: für Holiday verschmilzt sie Sängerin und Schauspielerin.

Zusammen sind Hagedorn und Scholz das „Duo CONJAK„, das auch Hildegard Knef im Repertoire hat.

Das Publikum der gut besuchten Veranstaltung des Vereins KulturVorOrt Wolbeck applaudierte kräftig – und bekam seine Zugabe.

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