Ein Jahr helfen war geplant: Freiwillige aus Mauritz ging nach Uganda

Ein Jahr helfen war geplant: Freiwillige aus Mauritz ging nach Uganda
Lisa Rose vermittelte Erlebnisse aus Uganda und Tansania. Foto: anh.

Teilen heißt kümmern!

Münster-Angelmodde. Eindrücke aus Uganda vermittelte im Kulturkreis Wolbeck am Donnerstag Ida Rose. Vor besonders interessiertem und informiertem Publikum im „Strandhof“: Mindestens drei der neun Gäste waren selbst in Ostafrika gewesen. Frisch nach dem Abitur in Münster ging   Rose aus dem münsterischen Mauritz nach Uganda: Als Freiwillige im Rahmen der Aktion „Weltwärts“, unterstützt von der Bundesregierung und dem Bistum Münster. Ein Jahr lang wollte sie, wie hunderte andere jedes Jahr, in einem Projekt helfen, von August 2019 bis August 2020.

Einige Bus-Stunden von der Hauptstadt Kampala entfernt unterstützten sie und ein Berliner Medizinstudent Kinder in einer Schule und einem Kindergarten in Obiya Palaro.  Dort werde im Kindergarten auch unterrichtet, merkte sie an. Sie unternahm einige Reisen – was ein Dutzend Stunden im Bus bedeutet, oder auch mal mehr. Das sei angesichts der großen Räume normal, sagt sie, und sie hätten viele interessante Gespräche gehabt.  Außerdem: „Religion und Gemeinde haben einen großen Stellenwert“, stellte sie in Obiya Palaro fest.

Ein wirklicher Austausch sei das nicht, meinte Rose; sie wünsche sich einen kulturellen Austausch mit Reisen in beide Richtungen, „auf Augenhöhe“.

Lisa Rose vermittelte Erlebnisse aus Uganda und Tansania. Foto: anh.
Ida Rose vermittelte Erlebnisse aus Uganda und Tansania. Foto: A. Hasenkamp.

Corona setzte ein unerwartetes Ende. Im April 2020, sie hatten nicht viel von Corona gehört, kam eine Mitteilung, es könnte eine Abreise nötig werden. Zwei Stunden später wurde aus der Möglichkeit Gewissheit. 3500 Freiwillige wurden ausgeflogen. Uganda sei mit Impfungen schlecht versorgt, sagte die Studentin der Sozialen Arbeit. Sie, geimpft, will erneut nach Obiya Palaro reisen – nur wann, das ist unsicher.

Im Kulturkreis Wolbeck geht es weiter mit den Themen: „Sizilianischer Barock – Formenreichtum als Lebensprinzip“ und den Gesichtern der Felseninsel Spinalonga.