Diplom-Zibomologen-Prüfer schließen Hippenmajors-Adjutanten aus

Monika Schumann, Reinhard Hinkelmann, Brigitte SechelmannMünster-Wolbeck. Betont gelassen ging Hippenmajor Reinhard Hinkelmann am Samstagabend in die Prüfung zum Diplom-Zibomologen. Gelernt habe er nicht, es würde ja doch nur gefragt, was man nicht weiß. Und er wusste im Keller der Familie Gnegel, Prüfungsraum 1-11-c, zwei gestandene ZiBoMo-Aktive an seiner Seite, die Adjutanten Peter Sechelmann und Gerrit Schumann.

Doch kaum hatte das Trio gegenüber den Prüfern Ira Maassen und Bernd Unbehaun Platz genommen, sah sich Reinhard I allein: Die oberste Annahmebehörde von Karnevalsprüfungen hatte einen Befangenheitsantrag gestellt, den DiplZib-Mitgründerin Inge Koop verlas: Die Adjutanten hätten diese Prüfung vor Jahren als Hauptprüflinge mehr recht als schlecht absolviert, seien „voreingenommen und nicht prüfungsbereit bzw. -fähig“. Beide mussten ihre Plätze verlassen.Kraft § 1111, Abs. 111 ½, Satz 5 der Prüfungsordnung setzte ihm das Gremium Brigitte Sechelmann und Monika Schumann zur Seite. Die sähen ja auch viel besser aus, war von Peter Sechelmann noch zu vernehmen. Dann brachte der Hinweis auf die spätere Ahndung von Spickzetteln auch Schumann zum Schweigen, die Damen wurden auf den einen Capra aegagrus hircus vereidigt und die Prüfung nahm ihren Lauf. Elf Fragen rund um die Geschichte des Wolbecker Karnevals und dessen Wappentier hatten die DiplZibs ausbaldowert.Wie denn die erste offizielle, urkundlich dokumentierte Schreibweise sei? Wie gnadenlos die Prüfer richteten, zeigte Frage 2: Dass Markus Rosin I im Jahre 1976 der erste Jugendhippenmajor war, das wussten die drei und lagen bei seiner heutigen Schuhgröße nur eine halbe Größe daneben. Dennoch war eine Zusatzfrage zu beantworten. Detailreich zu beantworten war auch die Frage nach dem Jokus-Orden für Jugendarbeit, der ersten offiziellen Aufgabe von Damen im Karneval und den Funktionen dreier Mitglieder des Clubs „Die Firma“, die bei den DiplZibs zu Gast war. Ein Club, über den sich die Prüfer fast zerstritten hätten, hatte doch Unbehaun dort „gutaussehende Männer mit Flirt-Potenzial“ ausgemacht (er gehört selbst dazu).
Inzwischen war den Prüflingen die eine oder andere Antwort missglückt, Maassen und Unbehaun freuten sich diebisch. Auch die geforderte Käse-Identifikation ließ Böses ahnen, denn Reinhard I. meinte zu einer Sorte: „Das ist ja Ziegenbocks-Käse!“. Doch die drei erwiesen sich als so kenntnisreich, dass nach dem „Wolbecker Lied“ die Urkunde ausgehändigt werden konnte.
Nun kann Reinhard I dem Sieggenbucks-Moundag mit Diplom entgegenfiebern.

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