Demonstration von Irakern in Münster gegen “Massaker” im Irak

Iraker wünschen internationale Unterstützung für Demonstranten im Irak

Münster. Unterstützung für die Demonstranten in vielen Städten des Irak wünschen sich die Teilnehmer einer Demonstration, die am Samstag in der Windthorststraße begann. In Köln hatte es eine Woche vorher ebenfalls eine solche Demonstration gegeben. Viele Menschen wünschen sich den Rücktritt der korrupten Regierung, erklärt Majed Al Mohammad, der die Demonstration angemeldet hatte. Allein in Bagdad hätten drei Millionen demonstriert, viele auch in anderen Städten. Aber die Regierung schieße auf sie. Man wünsche sich internationale Unterstützung, auch von der Europäischen Union, „denn sie haben Macht.“ Die irakische Regierung habe „16 Jahre lang nichts für den Irak gemacht“, die Menschen wollten Freiheit. Der Einfluss Teherans sei leider groß. Es gebe Hunger im Irak, der eines der reichsten Länder der Welt sei. Man wünsche sich diplomatische Aktivität, nach den „Massakern“ an Demonstranten, auch von Angela Merkel. Sie hätten allerdings nichts gehört von der Bundesregierung.

Für die Demonstration in Münster hätten sich Christen und Muslime zusammengeschlossen, Schiiten, Sunniten, Yesiden und Kurden. Obwohl die Regierung versuche, sie zu spalten. Alle Altersgruppen sind vertreten in der Menge, die sich langsam auf etwa 100 Menschen erhöht. Sie sind unter anderem aus Nordwalde gekommen, aus Drensteinfurt, Altenberge oder wie der Vater mit zwei kleinen Töchtern, aus Greven. Deutlich weniger, als Al Mohammad der mit drei Fahrzeugen erschienenen Polizei angekündigt hat, aber viele sollen noch dazukommen auf den Weg zur Stubengasse.

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Die Demonstranten zeigen die irakische Fahne in rot, weiß und schwarz; Frauen und Männer halten   Transparente   in deutscher, englischer und arabischer Sprache angefertigt. „Nein   zur Korruption“, „Nein zur Ermordung von Demonstranten im Irak“, auch „Die freien Iraker werden die korrupte Regierung nicht mehr akzeptieren“, „Rettet die Iraker vor der Ermordung durch die korrupte Regierung“ und „We are one“. Einer zeigt Fotos von den Demonstrationen.  Nach einer halben Stunde zieht die Demonstration ein Stück vorwärts, es gibt Sprechchöre auf Arabisch. Darin forderten sie ein Ende der Korruption, erklärt Al Mohammad.

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