Das Südviertel Münsters aus Klima-Sicht

Das Südviertel Münsters aus Klima-Sicht
Klimadezernent Matthias Peck (Mitte), Veit Muddemann und Isabel Scherer von der Koordinierungsstelle für Klima und Energie klärten auf über die Anpassung an Klimawandelfolgen vor Ort. Foto: Stadt Münster/Amt für Kommunikation, Michael C. Möller.

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Großes Interesse an Klima-Spaziergängen/ Weitere Angebote 2022

Münster (SMS). Zu zwei Stadtteilführungen der besonderen Art im Südviertel hatte die städtische Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) im Oktober eingeladen. Die beiden kostenlosen Klima-Spaziergänge sind bei Bürgerinnen und Bürgern auf großes Interesse gestoßen. Die jeweils zehn Plätze waren schnell ausgebucht und die Spaziergänge kamen bei den Teilnehmenden gut an. „Für 2022 planen wir weitere Spaziergänge, nicht nur im Südviertel“, sagt Veit Muddemann von der KLENKO. 

An verschiedenen Stationen erhielten die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger Einblick in die verschiedenen Aspekte der klimaangepassten Stadt und Stadtgesellschaft, um dafür zu sensibilisieren, wie sich der Klimawandel im direkten Umfeld auswirkt und wie Anwohnerinnen und Anwohner darauf reagieren können. „Klimaschutz und Klimaanpassung gehören zu den bedeutendsten Herausforderungen unserer Gegenwart und erfordern unser aller Handeln,“ sagt Klimadezernent Matthias Peck. Vom Startpunkt Sankt-Josefs-Kirchplatz ging es für die Teilnehmenden Richtung Südpark. Dort wurde die Bedeutung von Grünflächen und Wasser für die Bewohnerinnen und Bewohner thematisiert. Peck erklärte, wie wichtig solche städtischen Oasen für die nächtliche Abkühlung sind. „Denn Tropennächte, also Nächte mit Temperaturen über 20 Grad Celsius, nehmen in ihrer Häufigkeit zu und damit auch das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen für die Menschen in der Stadt.“

Dahlweg: Gebäude, Innenhöfe – Dach- und Fassadenbegrünungen, Vorgärten mit Pflanzen, Gebäudedämmung

Beim nächsten Halt am Dahlweg rückten für die Teilnehmenden die unterschiedlichen Gebäude und Innenhofsituationen in den Fokus. Was gilt es bei Neubauten, oder bei Gebäuden im Bestand bezüglich Klimaanpassung zu berücksichtigen? Möglich sind etwa Dach- und Fassadenbegrünungen und grüne Vorgärten, die Wasser aufnehmen und speichern können, wodurch die Pflanzen wiederum Wasser verdunsten und dadurch die Umgebung kühlen. Auch eine gute Gebäudedämmung trägt nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern auch zum sommerlichen Wärmeschutz. Bäume können Fassaden verschatten, sodass diese sich an heißen Sommertagen deutlich geringer erhitzen. Auch helle Fassadenfarben helfen hier. Haus- und Kellereingänge sollten baulich so geplant werden, dass das Wasser bei Starkregen möglichst ferngehalten wird, beispielsweise über Schwellen.

Für viele Teilnehmende war der Besuch der städtischen Kleingartensiedlung „Stiller Frieden“ zwischen Dahlweg und Scheibenstraße eine besondere Überraschung. Kaum von der Straße einsehbar, ist dieser Ort eine kleine versteckte Klimaoase mitten im Viertel, die in den Sommermonaten für alle offensteht. 

Weitere Infos zu den Themen Klimaanpassung und Klimaschutz gibt es online unter www.klima.muenster.de

Foto: Klimadezernent Matthias Peck (Mitte), Veit Muddemann und Isabel Scherer von der Koordinierungsstelle für Klima und Energie klärten auf über die Anpassung an Klimawandelfolgen vor Ort. Foto: Stadt Münster/Amt für Kommunikation, Michael C. Möller.