Dank an Soldaten und Flüchtlingshelfer

Dank an Soldaten und Flüchtlingshelfer
Versammlung am Ehrenmal in Münster-Wolbeck am Volkstrauertag. Foto: A. Hasenkamp.

Teilen heißt kümmern!

Volkstrauertag in Wolbeck mit vielen Vereinen und Bezirksbürgermeister Peter Bensmann

Münster-Wolbeck. Die Beteiligung an der Kranzniederlegung zum Volkstrauertag war an diesem Sonntag so groß wie sonst. Die Fahnen der Bruderschaften, des Allgemeinen Bürger-Schützen-Corps, des TV Wolbeck, der Karnevalsgesellschaft ZiBoMo und des Löschzugs der Freiwilligen Feuerwehr waren vertreten, Vertreter auch des Heimatvereins, von KulturVorOrt Wolbeck, des Bundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Pfarrer Jörg Hagemann. Aus der Bezirksvertretung Südost kamen Repräsentanten von CDU, SPD und FDP.
Die Ansprache hielt diesmal Peter Bensmann, Bezirksbürgermeister für Südost, der zuvor auch bei der Kranzniederlegung in Angelmodde gesprochen hatte.

Er eröffnete mit Heinrich Heine: „Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte“ und gedachte „Menschen, die Opfer beider Weltkriege und des Nationalsozialismus geworden sind.“ Zugleich sei der Volkstrauertag „ein Tag des Nachdenkens darüber, wie wir heute auf Krieg und Gewalt reagieren und was wir ganz persönlich, aber auch als reiches Land in einem freien und friedlichen Europa – für Freiheit und Menschlichkeit auf der Welt tun können.“ Der Volkstrauertag sei „der wohl schwierigste Feiertag, den wir in Deutschland begehen – und deshalb darf er auch nicht abgesagt werden – er ist auch alternativlos!“ Es brauche „historische Bildungs- und Erinnerungsarbeit, damit junge Menschen Geschichtsbewusstsein entwickeln.“ Es tobe noch immer Krieg. „Es begeben sich wieder Millionen von Menschen auf die Flucht, weil sie wieder Heimat noch eine Überlebensperspektive haben.“

Die Europäische Union stehe für 70 Jahre Frieden; Frieden sei „keine Selbstverständlichkeit“. Bensmann dankte „Soldatinnen und Soldaten, die in der Bundeswehr ihren Dienst tun“ und jenen, „die sich aktuell für die Flüchtlinge einsetzen und ihnen helfen, bei uns in Deutschland zurecht zu kommen.“ Der vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr angeführte Zug endete an der Kirche St. Nikolaus.