Corona: Gesundheitsamt Münster bittet Reisende um Rück- und Vorsicht

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Münster (SMS) Reichlich Bewegung gibt’s derzeit in, aus und nach Münster – dies betrifft jedoch nicht allein Shoppingtouren, Pendelei und kurze Ausflüge, sondern insbesondere intensive Reisetätigkeiten. Viele Bürgerinnen und Bürger hält es nicht mehr in ihrer Stadt, Fernreisen – auch in Virusvarianten- und Hochinzidenzgebiete – sind ungeachtet aktueller Ausbreitungsszenarien der hochansteckenden Delta-Variante angesagt. Obgleich die Inzidenz in der Heimatstadt sehr niedrig erscheint, kann ein einzelner unbemerkter Ansteckungsfall schnell für eine Kettenreaktion sorgen. Ganz so wie im vergangenen Jahr, als einige mit dem Coronavirus infizierte Ski-Urlauber nach ihrer Rückkehr die erste schwere Ansteckungswelle in Münster ausgelöst hatten.

„Wir sind sicherlich weit davon entfernt, hier als Spielverderber auftreten zu wollen – dennoch müssen wir alle Reisenden um entsprechende Rück- und Vorsichtsmaßnahmen in und nach ihrem Urlaub bitten, damit ihre schönste Zeit des Jahres nicht schwerwiegende Folgen für uns alle hat“, sagt Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des münsterschen Gesundheitsamtes. Er verweist auf die aktuellen Rückmeldezahlen von Urlaubern und damit auf die Möglichkeit eines Vireneintrags in die Stadt. Das Risiko dürfte mit den bald startenden Sommerferien und erheblich steigender Reisebegeisterung nicht kleiner werden, die massiv zunehmende Ausbreitung des Delta-Virus leistet da ebenfalls ihren Beitrag.

Trügerische Sicherheit

Beispiel 1: Heute Ferienort, morgen Risikogebiet – die Einordnung erfolgt aufgrund der global kursierenden Delta-Variante mit einer hohen Dynamik, wie man jüngst am Beispiel von Russland und Portugal sieht, die nun wieder als Virusvariantengebiete gelten. Aktuell niedrige Inzidenzwerte sind kein Sicherheitsbeleg. Die Lage kann sich schnell verändern.

Beispiel 2: Kein absoluter Schutz durch vollständige Impfung – die Gefahr, an Covid schwer zu erkranken, wird nach einer Immunisierung zwar als äußerst gering eingeschätzt; Geimpfte können den Virus allerdings noch immer übertragen, wenngleich die Wahrscheinlichkeit ebenfalls als etwas geringer angesehen wird.

Beispiel 3: Ein negatives Testergebnis liefert keine umfängliche Sicherheit – der Virus kann erst einige Zeit nach der tatsächlichen Infektion nachgewiesen werden. Das heißt: Infizierte können zeitnah Überträger sein, auch wenn der Test am Vortag ein anderes Ergebnis ausgewiesen hat.

Kurzum: Die guten Inzidenzwerte, gepaart mit umfänglichen Lockerungen im Land, aber auch die beachtlichen Impfquoten in der Stadt Münster geben eine trügerische Sicherheit und vermitteln den Eindruck von Normalität, der die aktuelle Entwicklung in Europa widerspricht.

Auf der Seite www.muenster.de/corona hat die Stadt zahlreiche Hinweise für Reise-Rückkehrende zusammengestellt, dort aber auch Informationen zur Impfung, Testung und beispielsweise zum Infektionsschutz hinterlegt.  

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