Christian Kappe & Cru Sauvage bei KulturVorOrt

Christian Kappe & Cru Sauvage bei KulturVorOrt
Große Musiker-Persönlichkeiten in innig verschmelzendem Zusammenspiel: Kai Brücker, Burkhard Jasper und Christian Kappe in der Christuskirche. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zuletzt aktualisiert 10. April 2018 (zuerst 10. September 2016).

Münster-Wolbeck (agh). Ein Jazz-Trio nur mit Horn und Trompete, Piano und E-Gitarre? Das gibt es, das sind Christian Kappe & Cru Sauvage, also Burkhard Jasper und Kai Brückner. Die zeigten am Freitagabend im Saal der Christuskirche als Gäste des Vereins „KulturVorOrt Wolbeck“, wofür sie stehen:
Virtuoses Anschließen, Ineinandergleiten, Sekundieren des anderen Instruments, neben Klassikern des Jazz Einflüsse von Bach, Sibelius und finnischer volksmusik: „Sie werden sich wundern, was man mit einem alten Finnen alles anstellen kann“, sagt Kappe. Mal drängt die Musik voller Energie, mal gleitet sie spielerisch dahin. Da setzt Jasper am Flügel Dissonanzen zum Klang der Gitarre; da mischt sich kaum hörbar die Gitarre als vierte Dimension in Kappes Flügelhorn. Oder Brücker zaubert zarte Flageoletts. Die Übergänge sind perfekt, nötigen zum Zwischenapplaus. „Schön, wenn es dann klappt“, sagt Kappe schmunzelnd. Tatsächlich kennen sich die drei schon lange, sind nach längerem Üben aufeinander eingestellt – und dann und wann trifft man sich in Berlin mit anderen Jazz-Musikern zum Internationalen Jazz-Festival. Die diesmal nur etwa 60 Gäste erlebten ein ungewöhnlich besetztes Ensemble von dezidiert eigener Handschrift. Heraus kommen dabei Titel wie diese auf ihrer CD, schlicht „Volume 1“ genannt: „Hutong House“, „Human Kindness“, „Ihr seid aber nicht fleischlich“ … oder Doherty Place – da hat Brücker eine Weile gewohnt, in Westchester County im Staat New York. Neben Finnland hat auch Dänemark Inspirationen für eine der vielen Eigenkompositionen geliefert. Brückner, seit kurzem Professor für Jazz-Gitarre in Berlin, war eigens von der Spree an die Angel gereist.

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