Chorkonzert in St. Clemens, Hiltrup, 2012

Münster-Hiltrup. Ein zweistündiges ökumenisches Adventskonzert mit vielen Höhepunkten boten am Sonntag, den 9.12.2012 in St. Clemens zehn Ensembles den Besuchern der restlos besetzten Kirche.

Nicht zu klatschen – wie lange würde die Bitte von Pastoralreferent Jochen Hesper wohl halten? Er hatte dazu aufgerufen, mit „dem Applaus sparsam zu sein“, damit man die Töne wirken lassen könne. Die Bitte wirkte lange, erstaunlich lange: bis zum „Wir öffnen unsre Herzen“ des Kinderchors „Die Clemensspatzen“. Dann brach für die acht Kinder starker Applaus los. Was aus diesen Stimmen alles werden kann, zeigte der Kinderchor „Die Teenies“ mit „Lass dein Licht leuchten“ oder „Denn dein Licht komm“ in klarer und schon kräftiger Stimme. An der Querflöte begleitete sie Anna von Looz, am Klavier Plas. Da hatte der fünfköpfige weibliche Jugendchor die Messlatte schon hoch gelegt, besonders beim „Wir warten auf dich“ von Eugen Eckert.

Eröffnet hatte das Konzert die vierköpfige Choralschola, hoch oben über den Zuhörern, auf der Orgelempore, neben Henk Plas, der sie beim Offertorium „Ave Maria“ von Petr Ebenauf der Orgel begleitete. Die neun Instrumentalisten des Ökumenischen Posaunenchors Hiltrup / Amelsbüren unter Leitung von Marieke Petersen spielten Glucks „Hoch tut euch auf“, das Hiltruper Vokalensemble übernahm es, das Stück mit dem Motto des Konzerts zu spielen: „Veni, veni Emmanuel“. Von den Bläsern begleitet sangen die Besucher Händels „Tochter Zion“. Im mehrstimmigen Gesang der Schola Clementina fühlte man sich beim „How beautiful upon the mountains“ mitten in den Bergen. Die Mehrstimmigkeit inszenierte auch der Gospelchor „One Spirit Voices“ gut, besonders beim „African Hallujah“. Einige Jahrhundert zurück katapultierte der Gemeindechor der Ev. Gemeinde Hiltrup die Hörer mit „Wir Christenheit han jetzund Freud“.

So eingestimmt klappte auch der Kanon mit der Gemeinde gut: Den hatte Thomas Mittring, Leiter des Gemeindechors der Ev. Gemeinde Hiltrup vor dem Konzertbeginn einstudiert: „Bevor es losgeht, wird geübt“.

Mit großer Stimmenzahl ging die Chorgemeinschaft St. Clemens an Hasslers Cantate Domino aus dem 17. und das moderne „Gottes Lob wandert“ von Jürgen Henkys, geboren 1929. Wieviel Dynamik und Präsenz einem Chor abverlangt werden kann, zeigte das beliebte Magnificat von Alan Wilson.

Den Schluss setzte eine neue Kombination mit frischen Akzenten: Gunsenheimers „Machet die Tore weit“ erklang mit Chor, Thomas Mittring am Cello, den Bläsern und der schönen Stimme von Elisabeth Juhl, Leiterin der Schola Clementina. Und endlich konnte applaudiert werden.

Fotos vom Chorkonzert in Münster-Hiltrup, St. Clemens

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