Cello und Orgel in der Vesper in St. Agatha

Cello und Orgel in der Vesper in St. Agatha 1
Sie ließen Cello, Psalmen und Orgel harmonieren: Sebastian Pietsch, Jörg Hagemann und Thorsten Schwarte vor dem Altarraum in St. Agatha. Fotograf: Andreas Hasenkamp, Münster..

Münster-Angelmodde. Die Sitzbank der Orgel wich, damit neben der Orgel in St. Agatha in Angelmodde noch ein Cellist Platz fand. Etwa 40 Menschen waren am Sonntag der Einladung „zum Innehalten und zur Besinnung“ gefolgt und  besuchten  die musikalische Vesper, die Texte mit Musik verband, dazu mit dem Gesang der Besucher.

Konzentration auf die Psalmen

Die Konzentration auf die Psalmen stehe in der Tradition des jüdischen Glaubens, sagte zur Einführung Jörg Hagemann, Pfarrer von St. Nikolaus Münster. Die Orgel spielte Thorsten Schwarte, das Cello Sebastian Pietsch. Der improvisierten Platzierung des Streichinstruments zum Trotz: Die Akustik dieser kleinen Hallenkirche trug den Klang hervorragend, das zeigte sie schon im Largo von Georg Friedrich Händels. Einen Wechselgesang zwischen Kantor und Gemeinde begleitete Schwarte an der Orgel im Hymnus „Nun lob mein Seel den Herren“. Ein Thema der Psalmen war Dank: „Ich will dich rühmen, Herr, denn du hast mich aus der Tiefe gezogen“ oder „Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“; Psalm 116 dankt für die Rettung aus Todesnot.

Altarraum in St. Agatha in Münster-Angelmodde während der Vesper.
Altarraum in St. Agatha in Münster-Angelmodde während der Vesper.

Im Konzertprogramm erhielten Orgel und Cello wechselnde Rollen, auch die kleine Orgel durfte flink und fröhlich spielen. Der Lesung aus dem Markus-Evangelium folgte das besonders meditativ-zurückhaltende „Andante“ des schwedischen Organisten Oskar Frederik Lindberg. Cello und Orgel harmonierten erneut.

Kirchenfenster von Vinzenz Pieper in St. Agatha am Herbstabend
Kirchenfenster von Vinzenz Pieper in St. Agatha am Herbstabend

Wer die Augen nach oben zur Abendsonne schweifen ließ, sah Projektionen der farbigen Fenster auf dem schlichten Weiß der massiven Kirchenmauern. Die Fenster schuf 1958 Vincenz Pieper aus Angelmodde.

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Die musikalische Vesper endete lieblich, mit „Gabriels Oboe“ – einer Filmmusik, komponiert von Ennio Morricone zum Film über den Überlebenskampf einer südamerikanischen Missionsstation.

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