Bussystem in Münster

Teilen heißt kümmern!

Zuletzt aktualisiert 13. November 2015 (zuerst 17. April 2008).

Münster. 31,5 Millionen Fahrgäste waren im Jahr 2005 mit Münsters Stadtbussen unterwegs, 2007 kletterte die Zahl auf 32,8 Millionen. „Die deutlich gestiegenen Fahrgastzahlen und das große Interesse an den verschiedenen Abo-Angeboten, mit denen sich die Kunden langfristig binden, zeigen, dass wir mit der Umsetzung des 2. Nahverkehrsplanes der Stadt Münster auf dem richtigen Weg sind“, erläutert Dr. Friedrich-Wilhelm Oellers, Leiter der städtischen Verkehrsplanung.

Nahverkehr in Münster geplant

2005 hatte der Rat die von der Verkehrsplanung und dem Nahverkehrsmanagement der Stadtwerke gemeinsam erarbeitete Fortschreibung des Nahverkehrsplanes verabschiedet. Jetzt wird in den parlamentarischen Gremien ausführlich über die Erfahrungen mit den 2006 und 2007 umgesetzten Neuerungen berichtet.

Als besonderen Erfolg verbuchen Stadt und Stadtwerke das neu gestaltete Angebot für Gievenbeck: Die neue Stadtbuslinie 22, die von Wolbeck durch die Altstadt nach Gievenbeck fährt, ist bei den Fahrgästen sehr beliebt. Allein im Bereich Auenviertel / Toppheide ist die Zahl der Fahrgäste um 1500 pro Tag gestiegen.

Abo-Zuwachs bei Busfahrern im Stadtteil Kinderhaus

Auch für den Stadtteil Kinderhaus ziehen die Planer nach zwei Jahren eine positive Bilanz. Dort hatten sie nach eingehender Analyse der Situation ein Überangebot an Fahrten ausgemacht. Die Folge: Eine von fünf Stadtbuslinien wurde Anfang 2006 eingestellt, die verbleibenden vier Linien wurden neu geordnet. Dies führte anfangs zu teilweise heftigen Protesten der Anwohnerinnen und Anwohner. „Inzwischen hat sich das neue Konzept aber bewährt, die Fahrgäste nehmen die Angebote an“, berichtet Verkehrsplaner Dietmar König und verweist auf den leichten Zuwachs bei den Abo-Zahlen in Kinderhaus.

Stadtbussystem: Nachtbusverkehr,  neue Haltestelle …

Um das Stadtbussystem so attraktiv wie möglich zu machen, haben Stadt und Stadtwerke in den vergangenen zwei Jahren auch zahlreiche Kundenwünsche aufgegriffen. So richteten sie beispielsweise am Yorkring eine neue Haltestelle ein und setzten Anregungen für den Nachtbusverkehr über Warendorfer und Weseler Straße um. Flankiert wurden die planerischen Maßnahmen von der kundenfreundlichen Weiterentwicklung des Tarifsystems mit dem 9-Uhr-Tagesticket und dem 9-Uhr-Gruppenticket. Weiter angeboten werden konnte das Semester-Ticket. Von Ende 2003 bis Ende 2007 ist der Abo-Bestand insgesamt um beachtliche 31 Prozent von 11 100 auf 14 500 gewachsen.

Fahrplankonzept soll Stadtbusse als Verkehrsmitteln fördern

Mit der aktuellen Vorlage empfiehlt die Verwaltung dem Aufsichtsrat der Stadtwerke und den parlamentarischen Gremien, das Fahrplankonzept weiter zu verfolgen, um die Stadtbusse als umweltverträgliche Verkehrsmittel zu stärken.