Bund fördert „Brücken-Projekt“ für Migrantinnen in Münster: ausländische Studentinnen engagiere

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Zuletzt aktualisiert 2. Januar 2016 (zuerst 11. Dezember 2007).

Münster.- „Brücken bauen für Migrantinnen“ kann jetzt zusätzlich zur Förderung durch das Land NRW auch auf die tatkräftige Unterstützung durch den Bund zählen. In dem Projekt engagieren sich ausländische Studentinnen zwei Semester lang ehrenamtlich für Frauen, die keinen Zugang zur gesellschaftlichen Integration haben.

Die ergänzende finanzielle Zuwendung vom Bund gibt es dank eines Ideenwettbewerbs zur Beteiligung Jugendlicher in der Gesellschaft. Auch wenn sich „Brücken bauen für Migrantinnen“ nicht ausschließlich an Jugendliche richtet: Die Bundeszentrale für politische Bildung, der Bundesjugendring und das Familienministerium fanden das Projekt so wichtig, dass sie das in aller Form mit einem Zuschuss bekräftigten. Damit sind jetzt auch die Auswertung und eine abschließende Tagung gesichert, berichteten Koordinatorin Andrea Reckfort und Praktikantin Julia Maas vom städtischen Frauenbüro.

Studentinnen vermitteln die Migrantinnen bei Bedarf

 

Zurzeit durchlaufen 14 ausländische Studentinnen eine Qualifizierung für ihren Einsatz. Sie werden sich an Frauen wenden, die dieselbe Muttersprache sprachen wie sie selbst. Wichtig sind ihnen Migrantinnen, die wegen traditioneller Geschlechterrollen und männlich dominierter Familienstrukturen keine Aussicht haben, an Sprach- und Integrationskursen teilzunehmen oder Beratung und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Leyla Askari, Ansprechpartnerin für das Projektteam im internationalen Zentrum „Die Brücke“: „Die Studentinnen vermitteln die Migrantinnen bei Bedarf an Hilfs- und Beratungseinrichtungen und schaffen so auch die Basis für eigene Interessenwahrnehmung im Sinne der politischen Bildung.“

Das teilt das Presse- und Informationsamt der Stadt Münster am 11.12.2007 mit.