Bürgerpakt für den Klimaschutz in Münster setzt auf Selbstverpflichtung

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Münster. Die Stadt Münster verbündet sich mit ihren Bürgerinnen und Bürgern im Klimapakt. Mit ihrer Hilfe will die Stadt dem selbst gesteckten Ziel, bis 2020 wenigstens 40 Prozent Kohlendioxid einzusparen, ein gutes Stück näher kommen. "Wir wollen mindestens 10 000 Münsteraner überzeugen, sich verbindlich für den Klimaschutz einzusetzen. Mit dieser Unterstützung im Rücken fahren wir dann im Dezember zum Klimagipfel nach Kopenhagen", sagt Umweltdezernent Thomas Paal nachdrücklich.

Mindestens 10 000 Mitstreiter gesucht

Und so funktioniert es: Wer den Pakt unterzeichnet, verpflichtet sich zu einer Reihe pragmatischer Schritte, zum Beispiel einmal pro Woche eine Kurzstrecke nicht mit dem Pkw sondern mit Bus, Rad oder zu Fuß zu absolvieren, Glühlampen durch Energiesparlampen oder LED zu ersetzen oder zum Verzicht auf Standby-Betrieb bei Computer und Fernseher. "Tut keinem weh, ist im Alltag leicht zu machen und hilft in der Summe enorm", kommentiert Projektkoordinator Achim Specht vom Amt für Grünflächen und Umweltschutz. Zudem unterschreibt jeder, der mitmacht, dass er eine weitere Person für den Klimapakt wirbt. So soll sich aus der Initiative eine regelrechte Lawine entwickeln.

Bürgerpakt für den Klimaschutz setzt auf Selbstverpflichtung der Bürgerinnen und Bürger / Deutschlandweit einmaliges Konzept

"Klimapakt – das ist ein starkes Wort", betont Umweltdezernent Paal. "Wir setzen hier einen kraftvollen Hebel für den kommunalen Klimaschutz an, denn unser CO2-Sparziel ist sehr ehrgeizig. Als bundesdeutsche Klimahauptstadt müssen und wollen wir Vorreiter sein. Bei unserem Klimapakt kann jeder sofort etwas bewirken."

Der breitenwirksame Ansatz ist bislang in Deutschland einzigartig. Das Konzept gibt klar formulierte, leicht umsetzbare Handlungsanweisungen. Jeder kann so etwas machen, und jeder kann die Ergebnisse ihres oder seines Tuns nachmessen. Mit der Stiftung "Bürger für Münster" und dem Aschendorff-Verlag sind zwei starke Partner mit im Boot. Unterstützt wird der Bürgerpakt für den Klimaschutz von der Verbraucherzentrale NRW, dem Stadtsportbund, der LBS, den Stadtwerken, dem Umweltforum, der Wohn + Stadtbau und der Sparkasse Münsterland Ost, die ihrerseits zahlreiche Mitarbeiter und Kontakte in die Waagschale werfen können. Auf den Wochenmärkten, bei Großveranstaltungen wie dem Eurocityfest, Skatenight oder Hafenfest will das Amt für Grünflächen und Umweltschutz kräftig die Werbetrommel für den Klimapakt rühren.

Der Klimapakt ist der zweite Schritt der groß angelegten städtischen Kampagne "Klima sucht Schutz in Münster – auch bei Dir!", für die im vergangenen Jahr schon zahlreiche Münsteranerinnen und Münsteraner Gesicht gezeigt haben. Weitere Informationen zum Klimapakt gibt es bei Achim Specht im Umweltamt unter Tel. 4 92-67 60, E-Mail: spechta@stadt-muenster.de