Blick hinter die Kulissen des FMO: Plätze frei

Teilen heißt kümmern!

Zuletzt aktualisiert 9. Juni 2015 (zuerst 8. März 2009).

Fast 50 Teilnehmer besuchten am Samstag mit der Ortsunion Wolbeck den Flughafen Münster-Osnabrück (FMO), begleitet von Theo Mooren. Der Schriftführer und agile Mann für Öffentlichkeitsarbeit, mit einer Ratsherren-Kandidatur auf Münster-Ebene gescheitert, machte auch an dieser Stelle klar, dass er der Ortsunion den Rücken kehren wird. Er werde auch in Zukunft zu interessanten Veranstaltungen einladen, allerdings „unter einem anderen Label“. Hier sein Bericht vom FMO-Besuch:

Geschäftsmodell des FMO erläutert

„Der stellvertretende Geschäftsführer des FMO, Thorsten Brockmeyer, begrüßte die Teilnehmer. Er berichtete, dass der FMO unter den 20 deutschen Flughäfen den Platz 13/14 einnimmt. Das Geschäftsmodell ist das des „Vollsortimenters“.

Das heißt, in der Geschäftspolitik setzt die Leitung auf die vier Bereiche Linienverkehr, Billigflug, klassische Touristik, und privater Geschäftsflug mit Kleinflugzeugen. Hierdurch erhalten die im Einzugsbereich des Flughafens lebenden sieben Millionen Menschen unter anderem die Möglichkeit vom FMO über die großen internationalen Drehkreuze Frankfurt, München und Paris in die ganze Welt fliegen zu können. Stolz ist die Leitung darüber, dass über 10% der Fluggäste aus Holland kommen. Gerade in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit zahlt es sich für den Flughafen und die Eigner aus, auch bei den Passagiergebühren nicht ausschließlich auf Wachstum und „billig“ zu setzen und damit Defizite anzuhäufen, sondern auf Qualität und Kostendeckung. Für das laufende Jahr erwartet die Geschäftsführung zwar zurückgehende Fluggastzahlen insbesondere im Bereich der Touristik. 2011 wird wieder ein Anstieg der Fluggastzahlen erwartet. Bis 2025 wird sogar eine Verdoppelung auf dann 4 Millionen Fluggäste vorhergesagt.

Für Ausbau, insbesondere die Verlängerung der Start- und Landebahndes FMO

Dies erfordert Anstrengungen den weiteren Ausbau insbesondere die Verlängerung der Start- und Landebahn zu bauen. Bis auf den A 380 können schon heute alle bekannten Flugzeugtypen am FMO starten und landen, aber nur mit nicht voller Beladung. Die Teilnehmer äußerten Unverständnis und Ärger über die Verpflichtung durch die vormalige rot/grüne Landesregierung, zum Schutze des Neunauges, das hier in einem Bach am Ende des Flughafengeländes leben soll, elf Millionen Euro Steuergelder aufzuwenden. Dies umso mehr, da im Anschluss an das Gelände des FMO der Bach verrohrt unter den Kanal und die Autobahn weitergeführt wird. Die direkte Anbindung an die A1 ist im Bau. Dies wird weitere Fluggäste anziehen und die Bekanntheit des Flughafens verbessern. Ein Bild des notwendigen Airporthotels wurde von den Teilnehmern in der gegenwärtigen Form als nicht gelungen bezeichnet. Hier sollte neu überlegt werden.

Nach diesen Ausführungen wurden die Besucher in zwei Gruppen zu den wichtigsten Einrichtungen des Flughafens geführt. Während einer Fahrt über das Vorfeld wurden die Hallen und die dortigen Aktivitäten erklärt. Fasziniert waren alle, den Koffertransport zu erleben und etwas über die Vorgehensweisen des Zolls bei der Gepäckkontrolle nach der Ankunft zu erfahren. Auffällig war die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Ruhe und fehlende Hektik, die von anderen Flughäfen hinreichend bekannt sind. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass der FMO eine große Bedeutung für die Wirtschaft und die Menschen dieser Region hat. Es war ein informativer Nachmittag rund um das Thema Fliegen.“