Bildungsstandort, Infrastruktur und Wirtschaft in Münster: Investitionen Konjunkturpaket

Zuletzt aktualisiert 23. März 2018 (zuerst 28. Februar 2009).

Münster. Zusätzliche Investitionen der Stadt Münster von insgesamt 44 Mio Euro sichern in den Jahren 2009 und 2010 viele vorwiegend kleine und mittelständische Betriebe in Stadt und Region. Die Summe setzt sich aus dem Anteil von 31 Mio Euro aus dem aktuellen Bundes-Konjunkturpaket II und den 13 Mio Euro des im Januar vorgelegten lokalen Konjunkturprogramms zusammen.

„Ein großer Teil des Geldes fließt in eine Vielzahl kleinerer und kleinster Maßnahmen, die sich kurzfristig in beschäftigungswirksamen Aufträgen niederschlagen werden“, sagte Oberbürgermeister  Berthold Tillmann. „Alle Maßnahmen sind zukunftsgerichtet. Sie bringen den Bildungsstandort, die Infrastruktur und den sparsamen Umgang mit Energie einen großen Schritt voran“, erläuterte der OB Tillmann eine Beschlussvorlage der Verwaltung.

Konjunkturpaket II des Bundes ergänzt lokales Programm

Mit der Vorlage zur Umsetzung des Bundes-Konjunkturpakets II hat die Verwaltung in kürzester Zeit ein immenses Pensum an Vorschlägen, Anträgen, Eingaben und bereits vorhandenen Planungen gesichtet, bewertet und auf schnelle Umsetzbarkeit geprüft. Im Ergebnis schlägt sie einen 52 Punkte umfassenden Katalog vor, über den der Rat voraussichtlich am 25. März beschließen wird. Die Vorlage mitsamt Anlagen können Bürgerinnen und Bürger und interessierte Unternehmen unter www.muenster.de in Münsters Stadtnetz online abrufen.
„Die Gesamtsumme von 44 Millionen Zusatzinvestitionen in 2009 und 2010 bringt einen enormen Investitionsschub. Damit liegt die Stadt in beiden Jahren 40 Prozent über den Investitionen eines durchschnittlichen Jahres“, sagte Stadtkämmerin Helga Bickeböller. Die Mittel müssen in diesen beiden Jahren tatsächlich abfließen. Das sieht auch das Konjunkturpaket II des Bundes vor. Es gibt vor, dass 50 Prozent der Fördermittel bereits 2009 abzurufen sind.

44 Millionen Euro für Bildungsstandort, Infrastruktur und Wirtschaft in Münster

Von den zirka 31 Mio Euro Bundesmitteln entfallen 25,4 Mio auf den Bereich Bildung und 5,8 Mio auf die Infrastruktur. Die Bildung berücksichtigt sowohl die Schulen (21,4 Mio) als auch die frühkindliche Bildung in Tageseinrichtungen (4 Mio). Ein besonderer Schwerpunkt im Bereich Bildung ist die energetische Gesamtsanierung der Michaelschule, der Grundschule Kinderhaus-West und der Idaschule. Darüber hinaus kommt eine Vielzahl von Schulen in den Genuss des Programms, unter anderem durch die Sanierung von Fachräumen und Sanitäranlagen, neues Mobiliar und bessere Beleuchtung. Außerdem ist jetzt gesichert, dass die in Münster geplante Ganztagsoffensive für alle betroffenen Schulen zeitnah umgesetzt werden kann.
Der Bereich Infrastruktur weist unter anderem folgende Positionen auf: Bau einer Dreifachsporthalle in Roxel, die Sanierung von Schulsport-Außenanlagen und Kinderspielplätzen und Aufstockung des Förderprogramms Altbausanierung. Weitere Beispiele aus dem Infrastruktur-Katalog: Ersatzfahrzeug für den 22 Jahre alten Bücherbus, Erneuerung der Tonanlage im Großen Haus, Arbeiten am Gebäude des Theaters im Pumpenhaus, Erneuerung der Beleuchtung im Stadtmuseum.

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