Bezirksliga-Mannschaft des TV Wolbeck mit Vater-Sohn-Kombinationen vor Chance auf Aufstieg

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Zuletzt aktualisiert 25. Februar 2016.

Münster-Wolbeck. Eigentlich war es vorbei mit dem höherklassigen Volleyball-Spiel in Wolbeck – jetzt kann man wieder mitfiebern. Im Sommer 2012 hatte sich die für den TV Wolbeck spielende Oberliga-Mannschaft aufgelöst – aber Michael Böckmann, B-Jugend-Trainer und aktiver Spieler, fragte die Jungs der B- und C-Jugend. Denn sie hatten die Chance, sich eine Klasse auszusuchen. Die Antwort: Ja, wir wollen spielen – in der Bezirksliga.

Erfahrungen aus der Volleyball-Oberliga

Das hatte viele Gründe: Ein Grund waren Spieler wie Malte Holtkamp und Max Schöne, denn sie haben Erfahrung in der Oberliga. Auch die B- und C-Jugendlichen wollten mehr – sie hatten zuletzt zwar Spiele bestritten, aber außerhalb der Wertung. Der Wettkampf der zehn Mannschaften lockte. Und schließlich ist die jetzige Mannschaft mit ihren 15 Spieler ganz speziell zusammengesetzt. Von 14 bis 49 reicht das Altersspektrum. Neben Jugendlichen ab 15 Jahren spielen Veteranen mit, nämlich Stellspieler und Trainer Böckmann und Außenangreifer Harry Bode, beide 1963 geboren. Und beide treten mit einem Sohn an, mit Lasse als Mittelblocker und Janosch als Außenangreifer.

Bei Bodes liegt es in der Familie. Der Vater spielte schon in den 80er in der ersten Herrenmannschaft des TV, als es noch zwei Herrenmannschaften gab, auch seine Tochter Lisanne hat gespielt. Und als Janosch eines Tages „keinen Bock“ auf Fußball mehr hatte, kam das Gespräch auf Volleyball. Dafür sei er mit 15 Jahren doch zu spät dran, meinte der Sohn, doch der Vater lachte: Er habe mit 18 angefangen. Harry Bode fand es gut, auf diese Weise „Zeit miteinander“ zu verbringen. So macht er in dieser Saison gern mit. Dass Vater und Sohn dabei sind, sei in der Bezirksliga nichts Außergewöhnliches: „Da sind wir nicht die einzigen.“

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Für den 15-Jährigen Lasse Böckmann war das Zusammenspiel mit dem Vater „erstmal ein bisschen ungewöhnlich“. Aber „schnell normal“ und „spannend“.

Wie am letzten Samstag, als sie gegen den SV Werne 3:1 gewannen, mit drei klaren Satzgewinnen und einem Einbruch im zweiten Satz. Alle richtigen die Augen auf den nächsten Samstag: Wenn sie an diesem letzten Spieltag gegen den TUS Hiltrup gewinnen und Tabellenführer SG Sendenhorst verliert, haben sie „den begehrten 2. Tabellenplatz erreicht“, so Böckmann. „Dann sind wir im April in der Qualifikation für die Landesliga.“