“Bewegung” bei den GRÜNEN in Münster

Ein Mikrofon und viel Applaus für „Fridays for Future“: Stephan Orth und Sonja Völker (m.) und die Kreisversammlung der GRÜNEN begrüßten Nando Spicker (v.l.), Swinda Langenstraß, Marlena Grab und Jonas. Foto: A. Hasenkamp.

Münster. Der neuen, historischen Stärke der Grünen in Münster zum Trotz: Bei der Kreis-Mitgliederversammlung machen viele Aktive deutlich, dass sie den Verbund mit Bewegungen aus der Gesellschaft suchen. Auch, wenn das schwierig zu werden verspricht.
Mehr als voll ist es am Dienstagabend in „Lolas SchickSaal“ am Albersloher Weg; vorab hat Oliver Varelmann fast ein Dutzend neue Mitglieder mit Informationen zu den Abläufen versorgt. Die meisten der Neuen haben ihren Beitritt schon vor dem Erfolg bei den Europawahlen unterschrieben.
Weit vorn auf der Tagesordnung stehen kurz nach dem auch für Münster ausgerufenen „Klima-Notstand“ Gäste: „Fridays for Future“ Münster ist präsent, vier stellen sich vor. Eine der vier ist noch Schülerin, steckt im Abitur, zwei weitere im Studium, eine ist berufstätig. Nando Spicker fordert „eine Klimapolitik, die über allem anderen steht“, „wir machen keine Kompromisse“. Gibt es beim Klimaschutz einen Generationenkonflikt? Die Frage aus dem Publikum erhält ein klares Nein zur Antwort. Der Wahlsieg: „Daraus müsst ihr etwas machen!“, gibt Swinda Langenstraß den Grünen mit.

Viele kommen zu Wort, man lässt sich ausreden. Wer da von wem auf welcher Ebene spricht und worum es geht, ist teils schwer verständlich: Das Nennen nur der Vornamen ist etwas für Eingeweihte und der Bericht aus dem Rat in seiner Klarheit optimierbar.

Der Kommunal-Wahlkampf wird schwer, heißt es. Aber eine Woche sei doch Zeit, sich zu freuen. Und zu danken. Das tut die Landesvorsitzende der GRÜNEN NRW, Mona Neubaur, u.a. mit einem Blumenstrauß für Münsters EP-Kandidatin Anna Blundell, die ihrerseits Münsters Aktiven dankt: Das dauert, denn viele setzten sich intensiv ein, so der Eindruck.
Die Versammlung diskutiert Änderungsanträge zu Positionen zu Bildung und zur Aufnahme zusätzlicher Flüchtlinge in Münster. Breit unterstützt die Versammlung ihre Ratsfraktion. Beim Thema „Sicherer Hafen“ Münster sucht die Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink den Verbund mit einer weiteren Bewegung, der „Seebrücke“. Der Umgang ist teilweise schwierig; „Niklas“ und „Anne“ berichten von Dissens mit „Seebrücke“ und „Linken“, den man nicht verstecken dürfe, von PR, die „unterhalb jeder Gürtellinie“ sei. Das Positionspapier zu NesT und „Seebrücke“ kam kurzfristig, wird nach erster Diskussion vertagt – in den nächsten Wochen soll eine Sonderversammlung mehr Interessierten Gelegenheit geben, sich einzubringen.

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