Bereitstellungszinsen bei Hausfinanzierung bedenken

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Berlin. Bereitstellungszinsen können sich beim Hausbau schnell zum Kostentreiber entwickeln. „Vor allem in der aktuell angespannten Marktsituation, in der es durch Materialengpässe zu monatelanger Bauzeitverzögerung kommen kann, sollte man auf diese Extragebühren beim Baukredit besonders achten“, erklärt Florian Becker, Geschäftsführer des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Hintergrund ist: Die Banken gehen davon aus, dass Baudarlehen möglichst bald abgerufen werden. Deshalb halten sie den Betrag zur Auszahlung bereit. Auf diesen noch nicht abgerufenen Betrag verlangen die Kreditgeber jedoch nach einigen Monaten Bereitstellungszinsen. Diese liegen meist bei etwa 0,25 Prozent pro Monat bzw. drei Prozent pro Jahr.

Das bedeutet, wer 100.000€ ein Jahr lang nicht abruft, muss dafür 3.000 Euro Zinsen zahlen. Oft ist absehbar, dass größere Teilbeträge des Baukredits nicht gleich abgerufen werden, beispielsweise wenn nach Baufortschritt bezahlt wird. Dann sollten Verbraucher die Bereitstellungszinsen schon beim Kreditabschluss ansprechen, so Becker. Viele Banken lassen bei diesem Punkt mit sich reden. Statt der üblichen drei oder sechs Monate bereitstellungsfreie Zeit bieten manche bis zu 12 Monate an.