Barockes Quintett in St. Sebastian führt ins Jahr 2017 Telemann und Co. prägen Konzert mit Benefiz-Aktion

Dietmar Thönnes (Blockflöte), Annette Weßler-Enselein (Flöte), Arntraud Knappe (Flöte), Thomas Enselein (Vio-loncello) und Elke Cernysev (Cembalo, Orgel).

Münster-Amelsbüren. Ganz und gar barock klang in St. Sebastian das Jahr aus, und damit vielfältig, beschwingt und mehrfach überraschend. Den ersten Spannungsbogen setzt Joseph Bodin de Boismortiers Sonate e-Moll – was würde zu hören sein von Dietmar Thönnes (Blockflöten), Annette Weßler-Enselein (Querflöte), Arntraud Knappe (Querflöte), Thomas Enselein (Violoncello) und Elke Cernysev (Cembalo, Orgel)?

In seinem Jahr darf Telemann zweimal ran: zuerst mit der Triosonate g-Moll für Block-flöte, Flöte und Basso continuo.
Hoch hinaus kommt der Klang in Georg Friedrich Händels Konzert B-Dur für Sopranino, zwei Flöten und Basso continuo; Thönnes treibt die eher selten zu hörende Sopra-nino-Flöte virtuos und dabei kräftig in die Höhe. Eine willkommene Phase der Medita-tion schafft Cernisev an der Orgel mit Bachs Präludium und Fuge h-Moll, BWV 544. Die Sonate G-Dur von Johann Friedrich Fasch erlaubt es Cernisev, am Cembalo Akzente zu setzen und dessen Klangfarbe in den Vordergrund zu rücken.
Den barocken Bogen beschloss das Quintett mit „unserem absoluten Lieblingsstück“: So nennt Annette Weßler-Enselein Telemanns Quartett d-Moll aus der Tafelmusik II, In der Tat bietet Telemann im Andante der Blockflöte Raum zur Entfaltung in einem lan-gen Spannungsbogen, lässt dann ein stürmisches Allegro los, um dann das Tempo ein-mal herauszunehmen, einen Moment liegt die Melodie bei Cembalo und Cello – dann übernehmen die drei Bläser bis zum überraschenden Finale.

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„Wir spielen seit dem Abitur zusammen“, so Annette Weßler-Enselein. 2014 stieß Arntraud Knappe hinzu. 2016 musste das Konzert ausfallen. Die Enseleins stammen aus Amelsbüren, Knappe wohnt in Recklinghausen, Thönnes in Appelhülsen.

Gesungen wurde auch: „Stille Nacht“, von allen im großen Publikum. Dr. Antonius Hamers, Pfarrer an St. Clemens Hiltrup Amelsbüren, betonte, an diesem Ort werde seit dem 12. Jahrhundert „Liturgie gefeiert, und damit auch musiziert, denn Liturgie und Musik, Kirche und Musik gehören ganz unmittelbar zusammen.“
Den Erlös des Konzerts in Amelsbüren stiften die fünf Musiker vollständig an ein Projekt des Brustzentrums am Universitäts-Frauenklinik Münster.

Dr. Joke Tio (r.) und Dr. Tatjana Hardes informierten über das Projekt der Kältehaube für Brust-Krebspatienten.

Eine „Kältehaube“ soll während der Krebsbehandlung Haarausfall mindern oder verhindern. Für das Zentrum kamen zum Konzert auch seine Leiterin, Dr. Joke Tio, Dr. Isabel Radke, Dr. Tatjana Hardes und Dr. Walter Heindel.

Fünf Musiker hinter Cembalo und vor der Orgel von St. Sebastian in Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Dietmar Thönnes (Blockflöte), Annette Weßler-Enselein (Flöte), Arntraud Knappe (Flöte), Thomas Enselein (Violoncello) und Elke Cernysev (Cembalo, Orgel).
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