Bahnhofs-Modernisierung: Stadt Münster gibt nicht auf

Münster. Oberbürgermeister  Berthold Tillmann und Stadtdirektor Hartwig Schultheiß reagierten mit Bedauern auf die von der Deutschen Bahn aktuell entschiedene Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Projektentwickler „Timon Bauregie“ zur Modernisierung des münsterschen Hauptbahnhofs. Beide äußerten aber gleichzeitig auch Verständnis für die Bahn.

Probleme bei Projektkosten und Finanzinvestor – Risiko wurde zu hoch

„Das Volumen der ungedeckten Projektkosten und die nach wie vor ungeklärte Frage des Finanzinvestors als Partner des Projektentwicklers haben das Bauvorhaben für die Bahn offensichtlich zu einem zu großen Projektrisiko anwachsen lassen. Die Entscheidung der Bahn ist äußerst bedauerlich, aber wirtschaftlich verständlich“, so der OB in einer ersten Stellungnahme.

Bahn und Stadt wollen Alternativen für den Bahnhof Münster prüfen

„Erfreulich ist, dass die Bahn gleichzeitig verbindlich signalisiert hat, gemeinsam mit der Stadt Münster nun zügig alternative Realisierungsmöglichkeiten prüfen zu wollen“, ergänzte Schultheiß die aktuelle Projektmisere. „Immerhin ist es ein gutes Signal, dass seitens der Deutschen Bahn die Realisierung der Verkehrsstation nochmals bekräftigt wurde.“

Modernisierung des Bahnhofsgebäudes mit Kriterien

Daher sei es nun besonders wichtig, seitens der Stadt Münster die Bahn-Offerte konstruktiv aufzugreifen und zügig zu prüfen, welche alternativen Realisierungs- und Finanzierungsmöglichkeiten es für eine angemessene Modernisierung des Bahnhofsgebäudes gibt, die die Stadt Münster nicht zusätzlich belasten und die den vom Rat gesetzten verkehrlichen und stadtstrukturellen Kriterien entsprechen. Dies sei auch so verabredet worden.

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Zunächst haben Tillmann und Schultheiß die Ratsfraktionen informiert mit dem Ziel, unmittelbar nach den Osterferien die entstandene Lage kommunalpolitisch zu bewerten und der Bahn möglichst rasch zu signalisieren, mit welchen Vorstellungen die Stadt Münster in die weiteren Gespräche mit der Deutschen Bahn hineingeht.

„Westfalen sind beharrlich“

„Wir haben das Ziel, unseren Hauptbahnhof sowohl verkehrlich wie auch stadtstrukturell modernisiert zu bekommen, über viele Jahre mit vielen Mitstreitern aus der Stadt und der Region beharrlich verfolgt. Wir sind nun kurz vor dem Ziel. Deswegen dürfen wir nicht aufgeben. Natürlich ist das Scheitern der Zusammenarbeit der Bahn mit dem Projektentwickler Timon ein herber Rückschlag. Es wäre aber fatal, wenn wir jetzt den Kopf in den Sand stecken würden. Im Gegenteil – jetzt gilt es, möglichst rasch wieder eine tragfähige Statik für einen modernen Bahnhof in Münster zu finden. Dabei ist vor allem die Bahn am Zug, aber wir müssen sie dabei unterstützen. Westfalen sind für ihre Beharrlichkeit bekannt. Und wir sind Westfalen!“ Dieses Motto möchten Tillmann und Schultheiß sowohl dem Rat als auch der münsterschen Bürgerschaft in Sachen „Bahnhof“ weiterhin dringend ans Herz legen.

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