AWO-Ortsverein Wolbeck als „Blaupause“ Sozialverband von 1919 feiert 100. Jubiläum

AWO-Ortsverein Wolbeck als „Blaupause“ Sozialverband von 1919 feiert 100. Jubiläum
Ehrungen langjähriger Mitglieder gehören dazu beim Neujahrsempfang des AWO-Ortsvereins Wolbeck.

Münster-Wolbeck. Gut besucht war der AWO-Neujahrsempfang des Ortsvereins Wolbeck. Aber dem umfangreichen Programm des Ortsvereins stehen Fragezeichen gegenüber, die die Zukunft des Wohlfahrtsverbands betreffen. Denn der wird älter, hat die Hälfte seiner Mitglieder verloren, weil weniger Menschen sich so langfristig binden, so die Diagnose von Michael Scheffler, Vorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Westliches Westfalen. Die AWO müsse eine Trendwende schaffen. Vieles aus dem Ortsverein Wolbeck könne anderen Ortsvereinen „als Blaupause“ dienen. Im Jahr des 100. Jubiläums lud Scheffler auch zum Besuch der großen Feier nach Dortmund ein.

Was man in Wolbeck im letzten Jahr schaffte und was 2019 kommt, darüber sprach der Ortsvereinsvorsitzende Rainer Mertens. In den Vordergrund rückte Mertens die im Verein Aktiven und würdigte mehrere langjährige Mitglieder: Johannes Schmalbach ist 45 Jahre in der AWO, Gisela Pohlmann und Willi Landau 40 Jahre.

Die Aktiven sorgen für regelmäßige Angebote von Handarbeit bis Doppelkopf – und unlängst stellte die AWO-Wolbeck ihr Steel-Dart auf neue Beine. Die Nachfrage war so groß, dass es nun einen zusätzlich angemieteten Raum für fünf Boards gibt, eine eigene Frauen- und eine Senioren-Gruppe. Eine Gruppe um Dieter Banneke investierte 170 Stunden Eigenleistung in den Umbau.

Zu Beginn erinnerte ein Video an die Ursprünge der AWO im Jahr 1919, die entscheidende Rolle vieler Frauen und den Einsatz der AWO für Frauenrechte. Heute ist die AWO, so Scheffler, dreierlei: Mitgliederverband, Sozialverband als Arbeitgeber für etwa 29000 Mitarbeiter und “Sprachrohr“.

Auch 2019 bietet der „Themenkreis“ des AWO-Ortsvereins Wolbeck Donnerstags viele Vorträge, aber auch einige Sonderveranstaltungen. So wird am 24.1. ein Vortrag mit Live-Musik von und mit „Peugeot-Noir“ stattfinden, später geht es um die Knef und schließlich um die Verhältnisse in Afghanistan – geschildert von einer Frau, die dort mehrere Jahre verbrachte: Ronja von Wurmb-Seibel. Und das ist nur das Programm des ersten Halbjahres.

Zum Empfang des AWO-Ortsvereins Wolbeck waren auch viele Vertreter Wolbecker Vereine erschienen und ließen sich von einer Trommelgruppe der Musikschule Wolbeck in Schwung bringen.

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