Auszeichnung für Corona-Notfonds

Teilen heißt kümmern!

Universität Münster erhält Deutschen Fundraising-Preis für die Studierenden-Nothilfe

Der Corona-Notfonds für Studierende der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist mit dem Deutschen Fundraising-Preis in der Kategorie „Corona Spezial“ ausgezeichnet worden. Im Namen aller Projektpartner nahm das Team der Stabsstelle Universitätsförderung unter der Leitung von Petra Bölling den Preis in einer virtuellen Feierstunde am 16. November entgegen. Jury-Vorsitzende Bettina Trabandt würdigte in ihrer Laudatio, dass die WWU die Studierenden in den Mittelpunkt gerückt habe, während diese in der Öffentlichkeit eher vergessen worden seien. „Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung“, betonte Petra Bölling. „Uns war und ist wichtig, die Studierenden in dieser schwierigen Situation nicht allein zu lassen. Dies ist uns dank einer großen Gemeinschaftsleistung gelungen. Darum gebührt der Preis auch allen Spenderinnen und Spendern.“ Der Deutsche Fundraising Verband e.V. zeichnet jährlich Fundraising-Projekte und -Kampagnen aus, die maßgeblich zur Kultur des Gebens in Deutschland beitragen.

Als Mitte März 2020 die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus begannen, war schnell klar, dass Studierende durch die Einschränkungen in existentielle Not geraten können. Viele von ihnen verloren ihre Nebenjobs, mit denen sie ihr Studium finanzieren, beispielsweise in der Gastronomie. Auch die Unterstützung durch die Eltern war nicht mehr gesichert. Manche Studierenden wussten nicht mehr, wie sie ihre Miete und ihre Lebenshaltungskosten bezahlen sollten. Studienabbrüche drohten. Um schnelle Hilfe zu gewährleisten, gründete die WWU schon Mitte April 2020 den Corona-Notfonds, noch bevor es staatliche Unterstützung für Studierende gab. Die Universitätsleitung rief gemeinsam mit der Stiftung WWU Münster, der Universitätsgesellschaft Münster e. V. und dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) zu Spenden auf. Der Alumni-Club WWU Münster und weitere Alumni- und Fördervereine in den Fachbereichen schlossen sich diesem Aufruf sofort an. Koordiniert wurde und wird der Fonds durch die Stabsstelle Universitätsförderung.

Von Anfang an war die Spendenbereitschaft überwältigend. Eine große Solidargemeinschaft aus Alumni, WWU-Beschäftigten, Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen, Stiftungen, kirchlichen Einrichtungen und Studierenden stellte sich innerhalb kürzester Zeit an die Seite der Studierenden in Not und spendete bis heute fast 750.000 Euro, mit denen bisher über 1.600 Soforthilfen ausgezahlt werden konnten.

Studierende in einer Corona-bedingten Notlage erhalten aus dem Fonds Beihilfen in Höhe von jeweils bis zu 450 Euro. Das Geld wird nach einer persönlichen Beratung, der Prüfung anhand definierter Richtlinien und einer Empfehlung durch die Sozialberatung des AStA an die Studierenden überwiesen. Es muss nicht zurückgezahlt werden.

Spenden sind weiterhin möglich

Der Corona-Notfonds ist weiterhin aktiv, denn immer noch befinden sich Studierende in großer Not, zum Beispiel, weil sie durch den Jobverlust Schulden machen mussten oder sie durch Vorerkrankungen vorsichtig sein müssen und nicht jeden Job annehmen können. Da dem Corona-Notfonds nur noch geringe Restmittel zur Verfügung stehen, werden Spenden weiterhin benötigt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Online-Spende gibt es online unter go.wwu.de/corona-notfonds.