Vernissage zu „Das Treffen in Angelmodde“ – von Skizzen zu mehrschichtigen Gemälden

Vernissage zu „Das Treffen in Angelmodde“ – von Skizzen zu mehrschichtigen Gemälden
Gut aufgelegt angesichts zahlreicher Besucher: Hans-Georg Dornhege im Gallitzin-Haus. Foto: A. Hasenkamp..

Teilen heißt kümmern!

Zuletzt aktualisiert 10. Oktober 2021 (zuerst 6. September 2021).

Ausstellung von Hans-Georg Dornhege am Ort seines Schulbesuchs in Angelmodde

Münster-Angelmodde (agh). Das war ein „Treffen in Angelmodde“, das seinem Titel gerecht wurde. Am Sonntag eröffnete mit einer Vernissage die Ausstellung von Hans-Georg Dornhege. Im Mittelpunkt stand zunächst ein fiktives Treffen in Angelmodde, jenes der „Sacra Familia“; Engelbert Honkomp führte in die Geschichte des Ursprungsgemäldes von Theobald von Oer ein, das Dornhege 1985 paraphrasierend umgesetzt hat – abstrahiert und mit einer persönlichen biographischen Note, verknüpft mit der Bombardierung Münsters 1942, die seine Familie nach Angelmodde geführt hatte.

Ein Treffen in Angelmodde war es in vielerlei anderer Hinsicht: Zum einen traf sich der Kreis der Heimatfreunde zur ersten Ausstellung seit langem, zum anderen ein Freundeskreis des Künstlers Dornhege, des Weiteren ein guter Teil seiner Familie – von Köln und Kiel  war man zum Gallitzin-Haus gekommen – und blieb ausgiebig, unterstützt von Sonnenschein und animiert von der Band „Tritonix“. Auch dabei: einige, die einst mit Dornhege die alte Schule besucht hatten.

Wer die Ausstellung im Vorfeld verfolgt hatte, sah, kurzfristig hinzugefügt, vier zusätzliche Werke, die vom Engagement des Künstlers zeugen: Vier kleinformatige graphische Skizzen zu Angelmodde, die Dornhege zum Einarbeiten gefertigt hatte.

Hein Götting würdigte bei der Vernissage Dornhege als Künstler von internationalem Renommee, einen Meisterschüler, „der seinem Lehrer in nichts nachsteht“, lange Professor in Berlin, u.a. mehrfach Documenta-Aussteller, der Strömung der „neuen Realisten“ zugehörig, der nun im Gallitzin-Haus ausstellt – und fast vollständig speziell dafür geschaffene Werke. Alte Werke zu Angelmodde sind dabei, auch eines von Dornheges Onkel und künstlerischem Lehrer Theo Junglas, im Blickweite vom Gallitzin-Haus gefertigt, und neue: Insbesondere in jenen, die mit der Fürstin Gallitzin verbundenen Persönlichkeiten gewidmet sind, können Besucher der Ausstellung Dornheges Einblicke in die Geistesgeschichte abgewinnen, Schicht um Schicht. Diese Geschichte, von reformerischer Philosophie und Theologie, macht einen guten Teil des „Treffens von Angelmodde“ aus.

Mehr zur Vita von Hans-Georg Dornhege