Ausschuss besucht Feuerwache 3 der Berufsfeuerwehr Münster

Ausschuss besucht Feuerwache 3 der Berufsfeuerwehr Münster
Der Ausschuss APOSOE zu Besuch in der Feuerwache 3 in Münster-HIltrup an Heiligabend. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Zuletzt aktualisiert 4. März 2018 (zuerst 24. Dezember 2016).

Münster-Hiltrup. Zwölf Mann schieben Dienst an Heiligabend, Schichtende ist am nächsten Morgen um 7.30 Uhr. Diesmal haben die Männer der Berufsfeuerwehr Besuch, viele Zivilisten sind zur Feuerwache III der Berufsfeuerwehr Münster an der Hansestraße gekommen – einer vor ihnen wird vielleicht einmal Feuerwehrmann. Conrad Bielefeld, vier Jahre alt, trägt Schutzanzug und Helm, schon im letzten Jahr war er mit dabei beim Besuch einer Feuerwache, zusammen mit seinem Vater Marcus Bielefeld, sachkundiger Bürger für die CDU in einem Ratsausschuss mit sehr langem Namen. Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government, kurz APOSOE – die Arbeitsbereiche in der richtigen Reihenfolge aufzuzählen bereite ihr Schwierigkeiten, gesteht die  Ratsfrau Dr. Rita Stein-Redent, Grüne, seit Juli 2014 Vorsitzende des Ausschusses. „Ein grausamer Begriff, aber ein guter Ausschuss“, sagt Feuerwehr-Chef Benno Fritzen. Vor langer Zeit habe der Ausschuss mal „Feuerwehrausschuss“ geheißen.

Dank an Feuerwehrleute in Hiltrup

Dank sagen Stein-Redent und ihre Kollegen des Ausschusses den Wehrleuten für den Dienst zu dieser besonderen Zeit. Die Hiltruper sind stark vertreten mit Georg Berding, Stefan Leschniok, und Bielefeld, alle von der CDU, wie auch Andreas Nicklas aus Gremmendorf.  Theodor Knetzger von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL ist gekommen, für die SPD die Ratsherren Marius Herwig aus dem nahen Wolbeck und Philipp Hagemann „vom anderen Ende der Stadt“, aus Roxel, dazu für die FDP Ratsherr Jörg Berens und schließlich Dezernent Wolfgang Heuer. Der Besuch der Ausschussmitglieder habe eine zehnjährige Tradition, Feuerwehr-Chef Benno Fritzen ihnen, reihum gehe es zu den drei Wachen. Schmunzelnd hören die Politiker, was für Attribute der Feuerwehr-Arbeit Platz am Weihnachtsbaum gefunden haben, etwa ein B-Schlauch.

Ausschuss kümmert sich um Satzungs-Fragen der Feuerwehr und Verdienstausfall

Sonst kümmert sich der Ausschuss wie jüngst um die „Neufassung der Satzung der Stadt Münster über die Erhebung von Kostenersatz und Entgelten für die Leistungen der Feuerwehr Münster“ oder „die Gewährung des Ersatzes von Verdienstausfall für beruflich selbständige ehrenamtliche Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr sowie der anerkannten Hilfsorganisationen, über die Zahlungen von fortgewährtem Arbeitsverdienst für private Arbeitgeber und von Aufwandsentschädigungen“.  Jetzt können sie bei einer Tasse Kaffee mit Wehrleuten und Rettungsdienstlern plaudern. Vorweg sind sie bereitwillig dabei, für ein Foto auf den Drehleiter-Wagen zu klettern, Conrad auch.

Platz ist knapp – trotz Bedarf an mehr technischer Hilfe

Auf den zweiten Blick ist Platz knapp in der Halle. Neun Fahrzeuge stehen da, aber für ein Rüstfahrzeug fehlt der Platz. Dabei wird die Feuerwehr verstärkt für technische Hilfe eingesetzt. Ein Fitnessraum ist da, aber offensichtlich ist, dass der wenige Raum zwischen den Geräten nur für wenige Matten und damit nur für wenige Teilnehmer etwa an einer Rückenschule reicht. Das soll anders werden, wenn die Wache zum Merkureck umzieht – vor allem, damit sie „mehr auf die Innenstadt gerichtet“ ist, wie Heuer sagt. Der Errichtungsbeschluss steht für das Frühjahr 2017 auf dem Plan.
An Heiligabend falle an, was auch an normalen Tagen passiert, meint Wachleiter Bernhard Topp, ob großer Zimmerbrand oder auch mal gar nichts. Sylvester aber, das sei „die Nacht der Nächte“.

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