Angewandte Ethik: Infoabend über Studiengang zur Weiterbildung

Öffentliche Veranstaltung der WWU Münster am 13. Mai 2022 / Bislang 200 Absolventen

Die Erfahrung von Unrecht gehört zum menschlichen Leben dazu. Jeder Mensch stellt sich vermutlich irgendwann die Frage, ob er denen, die ihn verletzt haben, verzeihen sollte. Doch was bedeutet es, jemandem zu verzeihen? Und ist es immer richtig, vergebungsbereit zu sein? Anhand dieser Fragen führt Prof. Dr. Susanne Boshammer am 13. Mai 2022 in einem Referat in die verschiedenen Gebiete der angewandten Ethik ein. Der Vortrag ist Teil einer Infoveranstaltung, die unter der Leitung von Prof. Dr. Kurt Bayertz vom Philosophischen Seminar der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster Einblicke in den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang „Angewandte Ethik“ gibt. Er richtet sich vor allem an Menschen, die sich in Fragen der Ethik weiterqualifizieren möchten. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr in der WWU Weiterbildung gGmbH (Königsstraße 47). Interessierte sind willkommen, die Veranstalter bitten um eine Anmeldung – alle Infos dazu gibt es unter https://weiterbildung.uni-muenster.de/ethik.

„Wachsender Bedarf an ethischer Orientierung“

Mit dem Angebot reagieren die Veranstalter auf den wachsenden Bedarf an ethischer Orientierung. Ist eine allgemeine Impfpflicht moralisch legitimierbar? Sind Millionengehälter bei Managern ungerecht? Ist Deutschland verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen? Vielen Menschen sehen sich täglich mit ethischen Fragen dieser Art konfrontiert – beruflich und privat.

Der Studiengang ist akkreditiert und als ärztliche Fortbildung zertifiziert. Ziel ist es, die Teilnehmer mit den Grundlagen des ethischen Denkens vertraut zu machen. Die Themenfelder umfassen die theoretischen Grundlagen der angewandten Ethik, Bio- und Medizinethik sowie ethische Probleme in Wirtschaft, Politik und Recht. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Die WWU Weiterbildung bietet den Studiengang seit 2004 an. Mehr als 200 Teilnehmer im Alter von 25 bis 70 Jahren haben das Studium bereits erfolgreich absolviert. Die meisten von ihnen sind in Gesundheitsberufen, in der Wirtschaft oder in kirchlichen Institutionen tätig; auch Juristen, Journalisten, Sozialarbeiter und Informatiker sind unter den Absolventen. Der berufsbegleitende Studiengang ist kostenpflichtig und dauert vier Semester. Eine Bewerbung des alle zwei Jahre startenden Masterstudiengangs ist bis zum 16. August 2022 möglich.