18.07.2026

Angelmodde-Dorf

Geschichte von Angelmodde-Dorf

Anfänge

Vor langer Zeit, vor vielen Jahrhunderten, bringt ein Mönch namens Suitbert den Menschen an der Stelle, wo der Fluss Angel in die Werse mündet, den Glauben an eine gute Botschaft. Doch es dauert noch 450 Jahre, bis Angelmodde im Jahr 1176 zum ersten Mal in einem Dokument erwähnt wird. In diesem Dokument regeln die Domherren die Verpachtung ihrer Einkünfte. Es gibt auch eine Burg, die an einer künstlich angelegten Schleife der Werse steht. Im Jahr 1880 wird der letzte Turm der Burg abgerissen. Der Lehrer Reiser und seine Schüler suchen nach Ziegelresten von der Burg und übergeben diese an Professor Wilhelm Kohl.

Die Besiedlung von Angelmodde beginnt vor etwa 1000 Jahren. Die Siedler leben in vier kleinen Gebieten, die von Flüssen und Bächen begrenzt werden. In jedem Gebiet gibt es zwei bis drei Höfe, die meist von Leibeigenen bewirtschaftet werden.

Angelmodde bleibt lange Zeit ein armes Dorf, das von der im Jahr 1230 erbauten romanischen St.-Agatha-Kirche geprägt ist. Berühmt wird Angelmodde durch die Fürstin von Gallitzin, die im 18. Jahrhundert dort wohnt und sich mit bedeutenden Persönlichkeiten ihrer Zeit umgibt.

Vor 200 Jahren leben 200 Menschen in Angelmodde. 1939 sind es 840 Menschen. Im Jahr 2003 erreicht Angelmodde mit 7729 Einwohnern den höchsten Stand.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt Angelmodde-Dorf sich schnell zu entwickeln. Das Dorf kann jedoch nicht weiter wachsen, da die flachen Überschwemmungsgebiete der Flüsse Angel und Werse es begrenzen.

Später entsteht Angelmodde-West.

Karl-Josef Plassmann zeigt mit historischen Fotos viele Bauwerke, die heute aus Angelmodde-Dorf verschwunden sind, wie das “Lange Schemm”, die lange, schmale Holzbrücke, die bis 1927 die einzige Verbindung nach Gremmendorf war. Plassmann erklärt: „Die Feuerwehr hat eine spezielle Spritze entwickelt, die so schmal war, dass sie über die Brücke transportiert werden konnte.“

Die Geschichte des kleinen Fleckens Angelmodde-Dorf ist so gut erforscht wie selten eine. Das ist das Verdienst der Reihe der “Chroniken” der Heimatfreunde Angelmodde. Der Historiker Wilhelm Kohl begann 1990 mit der Chronik 1 “Angelmodde” zu seiner Geschichte ab 1176. Weitere Chroniken, insgesamt etwa 20, behandeln die Feuersbrunst von 1831, den Wiederaufbau, Stationen der Amalia Fürstin von Gallitzin, Angelmodde im Krieg, Angelmodde-West (von Alfons Muhr) und viele andere Themen. Siehe Chroniken


Kajo Plassmann vor einem Bildnis der Kirche St. Agatha in Angelmodde-Dorf.
Kajo Plassmann vor einem Bildnis der Kirche St. Agatha in Angelmodde-Dorf.

Anfang der 2020er Jahre gibt es Pläne für eine weitere Wohnsiedlung auf der anderen Seite der Hiltruper Straße am Osttor.

St. Agatha __x

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Das Gallitzin-Haus

Verkehrswege und Brücken

Foto der Brücke “Altes Schemm” in Angelmodde aus dem Jahre 1906 an der Wand des ‘Strandhofs”. Foto: A. Hasenkamp.

Historische Fotos __x

Quellen: wikipedia.de; Goczol, Bettina (2010): Berühmt durch Fürstin von Gallitzin. In: Westfälische Nachrichten, 28.03.2010. Online verfügbar unter https://www.wn.de/muenster/stadtteile/angelmodde/beruhmt-durch-furstin-von-gallitzin-2285033; Archiv Hasenkamp.

Freizeit auf der Werse – fotografiert von der Brücke, die Angelmodde-Dorf mit Angelmodde-West verbindet

Andreas Hasenkamp

Journalist und Event- sowie Portraitfotograf in Münster