Angelmodde verabschiedet Pfarrer Franz Anstett feierlich nach Peru

Münster-Angelmodde. „Man muss sich nur mögen“, dann kann man eine Beziehung aufbauen, auch wenn die Zeit knapp ist. Das sagte der scheidende Pfarrer der Gemeinde St. Agatha in Angelmodde zu den ihn umringenden Jugendlichen. Am Ostermontag verabschiedete die Gemeinde Anstett mit einem Festgottesdienst und einem zwanglosen Empfang bei Sonnenschein vor der Kirche. Viele nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch.
Franz Anstett war in den drei Jahren Leiter des Referats Frauenseelsorge im Bistum Münster, Diözesanpräses der kfd im Bistum Münster und zu einem Drittel Pfarrer von St. Agatha. Er bedauerte die immer knappe Zeit. Er würde gern tiefere Wurzeln schlagen, als es bei seinen häufigen Wechseln den Anschein hat, meinte der gebürtige Pfälzer. Aber wenn seine Amtszeit Ende April ausläuft, ist es, wie die Angelmodder Spontan-Schola sang, wieder „time to leave“, „es gibt ein neues Land“. Der Abschied war herzlich und die Gemeinde zeigte, dass sie seine Aufgaben in Peru unterstützt. Die Sprecherin der Frauengemeinschaft, Annette Schmidt, gab Anstett eine Spende für einen fahrbaren Untersatz mit. Auch Kinder und Jugendliche hatten gesammelt. Bei einem Spendenlauf brachten die Sponsoren 926,40 Euro zusammen. Die, so Pastoralreferent Josef Rauschel, könne Anstett nach seinem Ermessen einsetzen.
Den Festgottesdienst in der überfüllten Kirche prägte, was vielen Angelmoddern in Erinnerung bleiben wird, nämlich ausländische Lieder. „Er hat uns mit spanischen Liedern vertraut gemacht und viele neue Lieder in den Gottesdienst eingeführt“, hieß es. Das „Jesus Christus ist auferstanden“ kam aus Zaire und das „Somos todos hermanos“, „Wir alle sind Geschwister, die unterwegs sind“, begleitete Anstett auf der Gitarre.
Am 25. April wird der Nachfolger Wassim Salmann mit dem Pfarrgemeinderat sprechen. Am 29. April feiert Anstett den Gedenkgottesdienst zum 200. Todestag der Fürstin Amalia von
Gallitzin.

Bild:
Viele Angelmodder Bürger und auch Jugendliche und Kinder nutzten die Gelegenheit, sich von ihrem Pfarrar Franz Anstett zu verabschieden. Foto: -anh-.

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