Andere Aussichten für die Kreuz-Christi-Kirche? Presbyterium präsentiert überraschend zwei weitere Idee als Alternativen zum Projekt Familienwohnheim

Andere Aussichten für die Kreuz-Christi-Kirche? Presbyterium präsentiert überraschend zwei weitere Idee als Alternativen zum Projekt Familienwohnheim
Gemeindeversammlung in der abendlichen Kreuz-Christi-Kirche in Münster-Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp.

Zuletzt aktualisiert 14. Mai 2016 (zuerst 12. Mai 2016).

Münster-Amelsbüren. Was aus den Gebäuden der Kirche Kreuz-Christi wird, ist offen. Dass es noch offener ist als vor wenigen Tagen, stieß bei vielen der etwa 80 Teilnehmer am Donnerstagabend auf offene Freude. Dagegen ist die zuvor einzige Option umstritten, ein Familienwohnheim-Projekt mit dem CVJM als Bauherrn, zuerst für Flüchtlingsfamilien zur Miete an die Stadt Münster, später Mehrgenerationen-Haus. Anwürfe, sich „nicht zu kümmern“ oder „es ist doch schon entschieden“, schlugen den Presbytern entgegen, besonders dem Finanzkirchmeister Peter Oestmann. „Hohngelächter“ sei unangebracht, erwiderte Pfarrer Klaus Maiwald. Die neue Lage dämpfte die Gefühlsausbrüche. Die Option Familienwohnheim soll weiter verhandelt werden, aber vorerst auf Sparflamme. Auf Nachfrage wurde präzisiert: Bei dieser Option finden im Mehrzweck-Gemeinschaftsraum einige Fenster von der rechten Seite Platz – nicht jenes links vom Taufbecken. Eben dieses Bleiglas-Fenster verschaffte sich zwischen vielen Wortbeiträgen auf seine Art Aufmerksamkeit: Die sinkende Abendsonne projizierte seine Farben und Formen zunehmend breit auf die Wand hinter dem Altar.

Peter Oestmann präsentierte die Finanz-Lage für Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Peter Oestmann präsentierte die Finanz-Lage für Amelsbüren. Fotos: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Überraschend präsentierte Pfarrer Klaus Maiwald „zwei neue Optionen“, die ganz frisch an das Presbyterium herangetragen wurden. Die erste Idee verbände den Erhalt des jetzigen Kirchraums mit einem Abriss des Rests; ein neues Gebäude für Tagespflege würde angebaut. Durchgerechnet ist der bauliche Teil mit dem als problematisch geltenden Verbund zweier verschiedener Bauwerke nicht; zudem fehlt bislang ein Investor. Der Kirchraum würde Mehrzweckraum.
Die zweite Idee involviert einen nicht genannten Akteur, bei dem zu klären ist, so Maiwald, wie es um die Chance auf langfristige Beziehung steht. Mehr ist unbekannt.
In vier Wochen sollen weitere Informationen vorliegen, die das 18-köpfige Presbyterium dann bespricht. Eine weitere Gemeindeversammlung dürfte noch vor den Sommerferien stattfinden.
Die Kirche war gut gefüllt, eher mehr als bei der ersten Gemeindeversammlung am 20.3. Zwei Gäste gaben sich als Wolbecker zu erkennen, andere als Hiltruper. „Hiltrup liebt Amelsbüren“ sagte eine, die den wechselnden Gottesdienstbesuch, in beide Richtungen, als bereichernd empfindet. Dafür war die Zahl der Amelsbürener Gemeindeglieder überschaubar, wie aus Gesprächen herauszuhören war.
Eine ganze Weile vor dem Start der Versammlung standen und saßen vor dem Eingang im Schatten der Bäume Interessierte beisammen; eine Frau bietet an sich zu beteiligen an der Unterschriften-Sammlung „Wir sagen Nein zum Abriss“.

Gemeindeversammlung in der abendlichen Kreuz-Christi-Kirche in Münster-Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp.
Gemeindeversammlung in der abendlichen Kreuz-Christi-Kirche in Münster-Amelsbüren. Foto: A. Hasenkamp.
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