Ampeln bleiben nachts an in Münster

Münster. Ab Montag, 1. Dezember, sind in Münster viele Ampeln nachts wieder an. An allen Kreuzungen mit mehreren Fahrspuren für eine Fahrtrichtung und an so genannten Unfallhäufungsstellen im Stadtgebiet sind die Ampeln auf 24-Stunden-Betrieb geschaltet. Ziel ist es, die Unfallzahlen zu senken und vor allem schwere Unfälle mit Verletzten zu vermeiden. Das teilt die Stadt Münster am 28.11.2008 mit.

"Natürlich ist es nicht schön, wenn man nachts vor einer roten Ampel steht. Wir haben uns aber bewusst für mehr Sicherheit entschieden und nehmen damit Komforteinbußen beim Fahren in Kauf", betont Werner Schulik von der Straßenverkehrsbehörde im städtischen Ordnungsamt. "Die schlechte Unfalllage hat uns zum Handeln veranlasst."

Nachdem die städtische Unfallkommission in zwei Sondersitzungen den Rund-um-die-Uhr-Betrieb der Ampeln beschlossen hatte, wurde noch Ende August die Schaltung von zwölf Ampeln am Albersloher Weg geändert. Jetzt folgen weitere 60 Anlagen. "Jedes einzelne Steuergerät wird umprogrammiert", weiß Ulrich Zelke vom Tiefbauamt.

Nicht nur die aktuellsten Unfälle sprechen gegen die Nachtabschaltung der Ampeln. Das Unfallgutachten des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, für das ein Planungsbüro alle Unfälle in Münster zwischen 2004 und 2006 ausgewertet hatte, liefert eindringliche Zahlen: Bei eingeschalteten Ampeln wurden in 16 von einhundert Unfällen Menschen schwer verletzt. Waren die Ampeln aus, schnellte die Verletztenquote auf 27 Prozent. 

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