Akku-Bohrschrauber im Test

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Fünf der 15 Akku-Bohrschrauber erwiesen sich im Praxistest der Stiftung Warentest als schlappe Kurzarbeiter. Statt flott voranzuwerkeln, schafften die fünf Maschinen mit einer Akkuladung nicht einmal 40 Bohrlöcher. Dann war erst einmal Ladepause. Die kompletten Testergebnisse sind in der Februarausgabe der Zeitschrift „Test“ veröffentlicht.

Nicht bestandene Sicherheitsprüfung für Bohrschrauber

Ganz enttäuschend der Einhell BPAS 14,4 AK: Er streikte nach 23 Bohrlöchern beziehungsweise 25 Schrauben. Für den zügigen Aufbau einer kompletten Schrankwand oder fürs Anbringen eines Holzpaneels reicht das wohl kaum. „Mangelhaft“ hieß es am Ende für den Einhell wegen nicht bestandener Sicherheitsprüfung: Bei einem Kurzschluss brannte sein Akku. Glücklich ist, wer den Metabo BSZ 14 Impuls in seiner Werkzeugkiste hat: Dem Spitzenreiter im Testfeld ging erst nach 180 Testlöchern oder 154 eingedrehten Schrauben die Puste aus.

Zweiter Akku bei vielen Bohrschraubern inklusive

Bei den meisten Bohrschraubern lag ein zweiter Akku im Karton. Das ist sinnvoll und preisgünstig: Zusätzlich gekaufte Zweit- oder Ersatzakkus vom Typ Lithium-Ionen kosten zwischen 160 und 190 Euro. Ist der Zweitakku voll geladen, kann es nach wenigen Handgriffen schwungvoll weitergehen. Der leere Akku kommt inzwischen im Ladegerät zu neuen Kräften. Schon nach 31 Löchern waren die Tester beim Skil 2302 zum Däumchendrehen gezwungen: Er hat keinen Zweitakku und der einzige mitgelieferte braucht drei Stunden, bis er wieder voll betriebsbereit ist.

Ladedauer der Akkus

Drei Stunden Ladedauer bei den Skil-Geräten, vier Stunden beim Bosch PSR 1200, sogar fünf Stunden beim Einhell – da ist der zweite Akku am Ende, bevor der Heimwerker mit dem nachgeladenen wieder voll loslegen kann. Auch die beiden handlichen, aber wenig leistungsstarken Akku-Schrauber von Bosch haben mit drei (PSR 300 Li) und fünf Stunden (PSR 200 Li) Ladehemmungen. Ein zusätzliches Problem: Ihre Akkus sind im Gerät eingebaut und lassen sich nicht austauschen.

Top-Ladezeiten in höheren Preisklassen für Akku-Bohrschrauber

Mit Top-Ladezeiten von knapp unter einer Stunde (Metabo, Makita) bis maximal eine Stunde (Hitachi) glänzten hingegen der „sehr gute“ und die drei „guten“ Akku-Bohrschrauber. Mit Preisen zwischen 270 und 410 Euro gehören sie aber auch in die obere Preisklasse. Sie werden mit zwei Akkus und auch mit einem computergesteuerten Ladegerät verkauft.

Veralteten, aber billig: Akkus auf Nickel-Kadmium-Basis

Bei Nickel-Kadmium-Akkus steigt mit der Kapazität das Gewicht. Die meisten Modelle im Test sind noch immer mit diesem veralteten, aber billigen Akku-Typ bestückt. Das Schwermetall Kadmium aus gebrauchten Akkus belastet die Umwelt, weil Privathaushalte nur etwa jeden dritten fachgerecht entsorgen. NiCd-Akkus gehören nicht in den Hausmüll.

Die besten Bohrschrauber im Test

Weg vom umweltschädlichen Schwermetall, hin zu Lithium-Ionen- und zu Nickel-Metallhydrid-Akkus: Diesem Trend folgen die besten Bohrschrauber im Test: Metabo, Makita, Hitachi und AEG. Bei Lithium-Ionen-Akkus sorgt die abgestimmte Elektronik von Werkzeug, Ladegerät und Akku für optimalen Akku-Betrieb.

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