Ganz vorn im Zug dabei – nicht immer eine Ehre

Ganz vorn im Zug dabei – nicht immer eine Ehre 2
Grübeln und Schieben zwischen Karten, Umschlägen, Computer und Zugnummern: Udo Gerdes, Andreas Masjoshusmann, Andrea Knobeloch, Anita Haverkamp, Gitti Sandfort und Robert Hülck. Foto: anh.

Münster-Wolbeck. Es gibt Teilnehmer am Umzug des Ziegenbocksmontags, die beschwören alle Jahre wieder den Hippenmajor und seine Adjutanten, doch für einen guten Platz für sie im Umzug zu sorgen.

Dabei liegt dieser Entscheid in ganz anderen Händen – und die müssen vieles berücksichtigen, um einen guten Mix anzurühren und praktische  Erfordernisse zu berücksichtigen.
Diesmal sind 65 Nummern aufzureihen. Den Anfang macht Ziegenbock Johannes, den Schluss der Hippenmajor, der seine Jecken alle grüßen möchte – und die dazwischen? Die Frage lösten am Sonntag nach der Damensitzung Andrea Knobeloch, Robert Hülck, Udo Gerdes und Andreas Masjoshusmann an Anita Haverkamps Wohnzimmertisch – sie hat den größten aller Mitglieder des Festausschusses. Zum Ausschuss gehört auch Achim Friedrich, diesmal nicht dabei, und es gibt zwei Anwärter, Gitti Sandfort, diesmal dabei, und René Wiewel.
Karten liegen auf dem Tisch, die meisten mit Fotos der Gruppen aus dem Vorjahr, auf Papier in unterschiedlichen Farben. Zwischen zwei Gruppen mit Musik, ob live gespielt oder aus dem Lautsprecher, muss Platz sein. Einige besonders lange Wagen müssen weit vorne fahren, um besser wenden zu können.

Eine Karte, ein Platz im Zug - der Festausschuss hilft sich auch durch Fotos. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.
Eine Karte, ein Platz im Zug – der Festausschuss hilft sich auch durch Fotos. Foto: A. Hasenkamp, Fotograf in Münster.

Dem Festausschuss fällt eine Gruppe auf, die vor zwei Jahren übel auffiel, „diese Schickermänner, die wir rausgezogen haben“: „Das ist wieder so ein Bumm-Bumm-Wagen“. Hülck plädiert, diese im Zug weit   vorn zu platzieren – „die gehen ganz vorne, damit wir die notfalls gleich rausziehen können“. Wenn nötig, inklusive Teilnahme-Ausschluss fürs nächste Mal. „Die  Mädels lagen ja schon auf der Straße.“ „Voll ist out“ ist der Slogan  hieß hier „Voll ist raus“, gesperrt.
Zwischendurch wird aus aktuellem Anlass gewitzelt: Ob die „Wanderzelle“ nicht eine Idee für eine neue, mobile JVA wäre, vielleicht auf der WLE-Strecke.
Manches eingereichte Formular ist schwer zu lesen – das hält auf. Die Formulare gebe es auch online, zum Ausfüllen am Computer, merkt einer an. Schön wäre auch, eine konkrete Idee vom Thema der Gruppe zu haben – im letzten Jahr landeten zwei Gruppen mit Päterkes-Kostümierung direkt hintereinander: verschenktes Potential. Schön, wenn eine Gruppe Klares ankündigt, etwa die  „Rebellion der Zwerge“.

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