75. Todestag von Galens: „Sein Beispiel strahlt bis heute“

75. Todestag von Galens: „Sein Beispiel strahlt bis heute“
Am Denkmal für Clemens August Graf von Galen auf dem Domplatz legten Bischof Dr. Felix Genn (l.) und Oberbürgermeister Markus Lewe einen Kranz nieder zum Gedenken an den 75. Todestag des Kardinals. Foto: Amt für Kommunikation, Stadt Münster.

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Zuletzt aktualisiert 24. März 2021 (zuerst 22. März 2021).

Oberbürgermeister und Bischof legen Kranz nieder am Denkmal des Kardinals

Münster (SMS) 22.3.2021. Vor genau 75 Jahren verstarb Clemens August Graf von Galen in Münster – nur wenige Tage, nachdem er in Rom zum Kardinal geweiht worden war. Von Galen, der wegen seines kirchlichen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime auch der „Löwe von Münster“ genannt wurde, entkam während des Zweiten Weltkrieges einer Verhaftung. Er erlag jedoch als 68-Jähriger am 22. März 1946 einem Blinddarmdurchbruch. Zum Gedenken an seinen Todestag legten Oberbürgermeister Markus Lewe und Bischof Dr. Felix Genn am Montag einen Kranz am Denkmal des Kardinals auf dem Domplatz nieder.

„Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Botschaft des Kardinals von Galen lebendig zu halten. Das Beispiel, das er gegeben hat, strahlt bis heute“, sagte Bischof Genn. Auch heute müssten Christen widerständig sein – vor allem, was den Wert des Lebens angehe. In kritischen Predigten hatte von Galen die systematische Ermordung von Menschen mit Behinderungen durch die Nationalsozialisten angeprangert, schreckte auch vor einer Anzeige wegen Mordes nicht zurück. „Unerschrocken Zivilcourage zu zeigen und offen für Schwächere einzutreten – diese Tugenden Clemens August von Galens sind es, an die wir uns erinnern wollen und die wir auch in unserer gegenwärtigen Gesellschaft an vielen Stellen benötigen“, so Oberbürgermeister Lewe.      

 
Foto: Am Denkmal für Clemens August Graf von Galen auf dem Domplatz legten Bischof Dr. Felix Genn (l.) und Oberbürgermeister Markus Lewe einen Kranz nieder zum Gedenken an den 75. Todestag des Kardinals. Foto: Amt für Kommunikation, Stadt Münster.