Münster. „Wir freuen uns, dass die Bedenken zahlreicher Bürger und Bürgerinnen gegen die Reaktivierung, die uns immer wieder angesprochen haben, nun auch offiziell in einer Anregung an den Oberbürgermeister vorgetragen werden“, schreibt Willi Schriek, FDP-Vertreter in der Bezirksvertretung Südost, und bekräftigt die Absage der Liberalen an das Projekt einer Reaktivierung des Personenverkehrs auf der WLE-Strecke.

FDP fordert neue Kosten-Nutzen-Analyse

Die FDP Südost fordert eine neue Kosten-Nutzen-Analyse. „inige Annahmen, die in der Diskussion eine wesentliche Rolle spielen, sind älter als sechs Jahre. Auch die wahrscheinlichen Investitions-und Finanzierungskosten sind stark gestiegen. Dabei seien die Kosten für den Bau von Parkplätzen an den Haltestellen und für den aktiven Lärmschutz noch gar nicht  einbezogen.“

Seit Jahren argumentiere die FDP gegen die Reaktivierung der Bahnstrecke, weil „die vielen dadurch entstehenden Nachteile  – so sehen das auch viele Bürger und Bürgerinnen – ein größeres Gewicht haben als die wenigen Vorteile. Die Konkurrenzsituation zwischen Buslinien und Bahn, die sich gegenseitig das Wasser abgraben und damit Defizite erhöhen, die schlechte Anbindung für viele Menschen an die wenigen Haltepunkte, Lärm und Stau durch häufig geschlossene Bahnübergänge, die Schließung kleinerer Bahnübergänge. Trotz dieser offenkundigen Nachteile sei der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland (ZVM) entschlossen,  ca. 40 Mill. € in die Reaktivierung zu investieren und über 20 Jahre ein jährliches Defizit von ca. 4 Mill. € zu finanzieren.“

„Gerne unterstützen wir politisch die Bürgerinitiative gegen die Reaktivierung der WLE“, bekräftigen Dietmar Uhlenbrock, Vorsitzender der FDP Südost, und Wolfgang Klein, umweltpolitischer Sprecher der FDP.

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