1. Bildungskonferenz Münster schmiedet Allianzen für lebenslanges Lernen

Teilen heißt kümmern!

Münster. Mit Visionen und Ideen für Münsters Bildungslandschaft von morgen und dauerhaft angelegten Arbeitsbündnissen für Themen rund um Erziehung, Schule und Ausbildung endete Dienstagabend (25. November) die 1. Bildungskonferenz Münster. "Weil es um Bildung geht, ist die ganze Stadt gefragt" – nach diesem Motto waren rund 80 Akteure aus Bildung, Wirtschaft, Politik, Kirche und Kultur der Einladung von Oberbürgermeister  Berthold Tillmann in die Münster Arkaden gefolgt.

Potentiale der "City of Learning"

Die Potentiale der "City of Learning", der Bildungsstadt Münster noch besser ausschöpfen und vernetzen, das ist das erklärte Ziel. Im Fokus steht die Verbesserung der Lern- und Lebenschancen aller Kinder und Jugendlichen. "Bildung braucht Partnerschaften und tragfähige Kooperationen", so Oberbürgermeister  Tillmann zum Auftakt der Konferenz, die über institutionelle und politische Grenzen hinweg Transparenz und Austausch in der Bildungslandschaft dieser Stadt erreichen will. Der Oberbürgermeister: "Bildung sollte als System von unten nach oben organisiert sein, ihre Strukturen und Angebote müssen von den Bedürfnissen der Kinder her angelegt sein".

Kooperationsvertrag mit dem Land

In einem Kooperationsvertrag mit dem Land hat sich Münster – wie 18 weitere Regionen – verpflichtet, die Entwicklung eines regionalen Bildungsnetzwerks voranzutreiben.

1. Bildungskonferenz Münster: Initiative zur Bildung von regionalen Netzwerken

"Die 1. Bildungskonferenz Münster ist ein Teil der landesweiten Initiative zur Bildung von regionalen Netzwerken", sagte Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elverfeld. Ausgangspunkt für die Initiative zur Bildung von Netzwerken sei das neue Schulgesetz, mit dem den Schulen mehr Eigenverantwortung übertragen wurde. "Wir wollen die Schulen mit ihren Herausforderungen nicht alleine lassen, sondern Kräfte vor Ort zur Unterstützung der Schulen bündeln."

Netzwerk nicht auf Schulen beschränkt

Das Netzwerk sei kein Selbstzweck und nicht auf Schulen beschränkt, betonte  Andrea Hanke, Münsters Beigeordnete für Bildung, Familie und Jugend. "Unser Anliegen ist ein gewinnbringendes Bündnis für mehr Transparenz in der Bildungslandschaft". Bis 2013, so eine Zielmarke, soll es gelingen, alle Bildungsakteure stärker miteinander in den Austausch zu bringen. "Wenn wir das schaffen, gewinnen alle", ist Johannes Kaiser, in der Bezirksregierung schulfachlicher Dezernent für Gymnasien, überzeugt. "Wer weiß, wer wo und mit welchen Bildungsthemen arbeitet, kann Gemeinsames anstoßen und verbessern".

Regionale Geschäftsstelle eingerichtet

Stadt und Land haben bereits im August eine Regionale Geschäftsstelle eingerichtet, ihr Sitz ist im städtischen Schulamt. Ein Lenkungskreis mit Vertreten von Stadt und Bezirksregierung wird den Arbeitsprozess des lokalen Bildungsnetzwerkes begleiten. Und der nahm gleich zum Auftakt konkrete Formen an: In Gruppen wurde zu ausgewählten Handlungsfeldern gearbeitet, darunter zu Themen wie "Schul- und Bildungsbiografien…" oder "Übergang von Schule in den Beruf".

Kompetenz von Netzwerkpartnern gefragt

Es gibt viele Handlungsfelder in Sachen Bildung, bei denen die Kompetenz von Netzwerkpartnern künftig gefragt ist. Stoff genug – für die Arbeitsgruppen, die im kommenden Jahr ihre Tätigkeit aufnehmen, und Stoff genug für die 2. Bildungskonferenz Münster 2009.